Panini-König: «Ich bin ein Dealer und stehe dazu»
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Panini-König«Ich bin ein Dealer und stehe dazu»

Bei Markus Stadelmann ist wieder Hochsaison. Er und seine Partnerin werden überhäuft mit Anfragen zu Panini-Bildchen. Das Königspaar braucht deshalb sogar Unterstützung.

von
jak
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Kurz vor der Euro 2016 quillt beim Panini-König Markus Stadelmann in Sursee der Briefkasten über. Alle wollen ihre Panini-Alben füllen: «Im Schnitt bekommen wir pro Tag 15 Briefe von Sammlern», sagt Stadelmann.

Kurz vor der Euro 2016 quillt beim Panini-König Markus Stadelmann in Sursee der Briefkasten über. Alle wollen ihre Panini-Alben füllen: «Im Schnitt bekommen wir pro Tag 15 Briefe von Sammlern», sagt Stadelmann.

20 Minuten/jak
Um seinem Ruf gerecht zu werden, hat er sich sogar einen Pulli mit der Aufschrift «Panini König Schweiz» machen lassen. Und er trägt den Titel zu Recht: Schweizweit hat er es zu Bekanntheit gebracht. Sogar die Firma Panini Schweiz ist auf ihn aufmerksam geworden. Letztes Jahr habe er die Firma an einem Anlass in Saas Fee repräsentiert. «Man könnte fast sagen, dass ich vom Panini-König zum Panini-Botschafter geworden bin.»

Um seinem Ruf gerecht zu werden, hat er sich sogar einen Pulli mit der Aufschrift «Panini König Schweiz» machen lassen. Und er trägt den Titel zu Recht: Schweizweit hat er es zu Bekanntheit gebracht. Sogar die Firma Panini Schweiz ist auf ihn aufmerksam geworden. Letztes Jahr habe er die Firma an einem Anlass in Saas Fee repräsentiert. «Man könnte fast sagen, dass ich vom Panini-König zum Panini-Botschafter geworden bin.»

20 Minuten/jak
Seine Tauschbörse läuft ganz einfach ab: «Die Sammler schicken mir einen Brief mit den gewünschten Nummern und legen ein frankiertes Rücksendecouvert, ihre Telefonnummer und möglichst viele ihrer nicht mehr benötigten Sticker bei.» Er versuche dann, jeden Wunsch zu erfüllen. Wichtig dabei: «Es dürfen nur die letzten 30 Bilder eines Albums angefordert werden.»

Seine Tauschbörse läuft ganz einfach ab: «Die Sammler schicken mir einen Brief mit den gewünschten Nummern und legen ein frankiertes Rücksendecouvert, ihre Telefonnummer und möglichst viele ihrer nicht mehr benötigten Sticker bei.» Er versuche dann, jeden Wunsch zu erfüllen. Wichtig dabei: «Es dürfen nur die letzten 30 Bilder eines Albums angefordert werden.»

20 Minuten/jak

Die Euro 2016 steht bevor und bei Panini-König Markus Stadelmann in Sursee quillt der Briefkasten über. Alle wollen ihre Panini-Alben füllen: «Im Schnitt bekommen wir pro Tag 15 Briefe von Sammlern», sagt Stadelmann. «Für die WM 2014 hatten wir täglich sogar bis zu 100 Anfragen aus der ganzen Welt.»

Vom Panini-König zum Panini-Botschafter

Das Sammelfieber brach im Jahr 2004 aus: «Mein damals zehnjähriger Sohn hat den grössten Teil seines Sackgeldes für Panini-Bilder ausgegeben.» Dies war für den Vater nicht sehr erfreulich, weshalb Stadelmann kurzerhand selbst ins Sticker-Business einstieg. «Ich bin zu einem richtigen Panini-Dealer geworden und stehe auch dazu.» Kurz vor der WM 2014 habe er mit den Bildchen dann endgültig den Durchbruch erlebt. «Ich wurde bei den Medien und den Sammlern bekannt und konnte mich bald schon den Panini-König der Schweiz nennen», so Stadelmann.

Nach einem Bericht von 20 Minuten im Jahr 2014 sei zudem Panini Schweiz auf den Sammler aufmerksam geworden. Letztes Jahr habe er die Firma sogar an einem Anlass in Saas Fee repräsentiert. «Man könnte fast sagen, dass ich vom Panini-König zum Panini-Botschafter geworden bin.» Geld gibt er für sein Hobby inzwischen keines mehr aus – von Panini erhielt er 3000 Bilder als Startkontingent. Inzwischen hat der 49-jährige Logistiker über 200'000 Panini-Bilder in seinem Archiv. Für das Album der EM 2016 habe er auch bereits rund 10'000 Bildchen. Beliebt und selten seien vor allem die Nummern 116 und 596 – Xherdan Shaqiri und Christiano Ronaldo.

Es werden nur die letzten 30 Bilder verschickt

Seine Tauschbörse läuft ganz einfach ab: «Die Sammler schicken mir einen Brief mit den gewünschten Nummern und legen ein frankiertes Rücksendecouvert, ihre Telefonnummer und möglichst viele ihrer nicht mehr benötigten Sticker bei.» Er versuche dann, jeden Wunsch zu erfüllen. Wichtig dabei: «Es dürfen nur die letzten 30 Bilder eines Albums angefordert werden.» Und da sei der Panini-König wirklich streng. Denn er wolle auch seine Partnerin Erika Bucher nicht überfordern. «Ohne sie und unsere fleissige Helferin Agi Müller würde gar nichts laufen.»

Jeweils etwa einen Monat vor EM- oder WM-Beginn läuft der Betrieb nämlich auf Hochtouren. «Gemeinsam mit meiner Panini-Königin sortiere ich abends und an den Wochenenden oft stundenweise Sticker und Briefe.» Da käme es bei seiner Partnerin manchmal auch zu einem Seufzer, wenn der Briefkasten am nächsten Tag schon wieder voll ist. Vor allem dann, wenn es Briefe dabei hat, in denen ein Sammler über 100 Bilder möchte. «Diese schicken wir meistens sofort wieder zurück», so Stadelmann. Und auch Geld schicke er immer zurück. «Mein Ziel ist es nicht, damit Geld zu verdienen. Es ist einfach mein Hobby und ich freue mich, wenn ein Sammler sein Album füllen kann und mein Archiv zudem ständig wächst.»

Er mag sein Hobby sogar so sehr, dass er sich lieber mit den Panini-Bildern und den Sammlern beschäftige, als Ferien zu machen. «Es ist mir einfach mehr wert, als am Strand herumzuliegen», so Stadelmann. Sein eigenes Album werde er wahrscheinlich erst nach der EM füllen, da er vorher keine Zeit dafür hat. Neben den Bildern für das Euro-Heft tauscht er ausserdem auch Sticker von Schwingern und Bilder für das Migrosheft «Hopp Schwiiz».

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