Whitney Toyloy: «Ich bin entsetzt über die Schweizer Intoleranz»
Aktualisiert

Whitney Toyloy«Ich bin entsetzt über die Schweizer Intoleranz»

Via Facebook hatte Whitney Toyloy kürzlich ihren Frust über das Ergebnis der Anti-Minarett-Initiative abgelassen. Gegenüber 20 Minuten Online erklärt die Ex-Miss, warum sie so scharf reagiert hat und spricht über Ueli Maurer, Christoph Blocher und die Schweizer Intoleranz.

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fab/sim

«Das Resultat ist deprimierend», schrieb Whitney Toyloy einen Tag nach der Abstimmung über die Minarett-Initiative in ihrem Facebook-Account. «Solche Dinge müssten uns dazu motivieren, abstimmen zu gehen und die kommenden Generationen zum Abstimmen zu bewegen. Auch Vollidioten gehören zu unserer Welt.» Die 19-Jährige hat die SVP als die «Union der Vollidioten» betitelt (20 Minuten Online berichtete).

«Es ist nicht so, dass ich es nicht erwartet hätte. Aber ich bin empört», erklärte sie auf Nachfrage von 20 Minuten Online. «Ich bin entsetzt über die Intoleranz der Schweiz, es betrübt mich sehr», begründet die 19-Jährige ihre Aussage.

«Sie lassen glauben, dass Islam gleich Terrorismus bedeutet»

Die Miss Schweiz 2008 glaubt, dass die SVP der Bevölkerung mit ihren Kampagnen «Angst» gemacht habe: Darum sei das Abstimmungsergebnis so ausgefallen. Ausserdem, so findet Whitney, wüssten die Leute zu wenig über Muslime und ihre Religion. «Ich kann solche Reden von Ueli Maurer und Christoph Blocher nicht ausstehen und ich habe kein Problem, das zuzugeben», so Toyloy. «Sie unterstellen, dass Islam Terrorismus bedeutet».

Ihr Vorschlag: «Ich würde gerne einen ‹Tag der 100-Prozent-Schweizer› einführen, wo allein die Personen, deren Grosseltern Schweizer sind, arbeiten werden. Sie werden sehen, dass die Schweiz ohne ‹die Fremden› nicht auskommen kann. Die Fremden, die sie so sehr kritisieren!»

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