Frenkendorf BL : Kletterer enttäuscht – Gipfelbuch wurde gestohlen
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Frenkendorf BL Kletterer enttäuscht – Gipfelbuch wurde gestohlen

Vergangenes Wochenende wurde das Gipfelbuch der Schauenburgerfluh bei Frenkendorf BL gestohlen. Andrej Gerber, der das Buch dort installiert hatte, ist zutiefst enttäuscht.

von
Lea Lozano
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Im Frühjahr wurde auf der Schauenburgerfluh bei Frenkendorf von Andrej Gerber und seinen Freunden ein Gipfelbuch installiert. 

Im Frühjahr wurde auf der Schauenburgerfluh bei Frenkendorf von Andrej Gerber und seinen Freunden ein Gipfelbuch installiert.

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Die Schauenburgerfluh ist ein beliebtes Ziel für Kletterer.

Die Schauenburgerfluh ist ein beliebtes Ziel für Kletterer.

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«Ich ging immer wieder nach dem Buch schauen, bis ich vor kurzem feststellen musste, dass es weg ist», sagt der Hobby-Alpinist Gerber gegenüber 20 Minuten.

«Ich ging immer wieder nach dem Buch schauen, bis ich vor kurzem feststellen musste, dass es weg ist», sagt der Hobby-Alpinist Gerber gegenüber 20 Minuten.

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Darum gehts

  • Auf dem höchsten Punkt der Schauenburgerfluh bei Frenkendorf BL wurde zu Beginn des Jahres ein sogenanntes Gipfelbuch installiert.
  • In diesem konnten sich alle Besucher des Klettergebiets eintragen.
  • Nun wurde der Diebstahl des Gipfelbuchs festgestellt.

Vergangenes Wochenende wurde auf der Schauenburgerfluh bei Frenkendorf BL ein Diebstahl festgestellt. Das Gipfelbuch, das Andrej Gerber und ein paar Freunde auf dem höchsten Punkt des Klettergebiets installiert hatten, war plötzlich weg.

«Als Hobby-Alpinist hatte ich schon zahlreiche, zum Teil sehr alte Gipfelbücher in der Hand», erzählt Gerber gegenüber 20 Minuten. «Es ist etwas Spannendes, und ich dachte mir, der Gipfel der Schauenburgerfluh eigne sich perfekt dafür.» Im Frühjahr dieses Jahres sei er gemeinsam mit ein paar Freunden hochgewandert, um das Gipfelbuch zu installieren.

«Ich ging immer wieder nach dem Buch schauen, bis ich vor kurzem feststellen musste, dass es weg ist», schildert er.

Ein Stück Geschichte

«Ich habe auch im Dorf vom neuen Gipfelbuch erzählt und nur positive Rückmeldungen bekommen. Die Leute fanden das eine tolle Sache», sagt Gerber.

Seit der Installation sei das Buch schon bis zur Hälfte gefüllt worden. Viele Wanderer, Biker, Familien und Schulklassen hätten sich darin verewigt. «Ich hätte es gerne dem Dorfmuseum übergeben, wenn es voll gewesen wäre», erzählt er weiter.

«Das darf nicht wahr sein»

«Ich kann nicht nachvollziehen, aus welchem Grund jemand das Buch mitnehmen würde. Es ist einfach sehr schade», seufzt er. Er hoffe aber, dass der Dieb das Buch aufgrund eines schlechten Gewissens wieder zurückbringe.

Auf Facebook teilt der Initiator des Projekts seinen Frust und stösst auf Bestätigung. «Einfach traurig und enttäuschend» oder «Das darf nicht wahr sein, so schade» kommentieren einige Facebook Nutzer unter dem Beitrag.

Langfinger sind nicht unüblich

Wie Christian Haller, Vorstand der Sektion Graubünden des Schweizer Alpen-Clubs (SAC), gegenüber SRF erzählt, ist das Stehlen von Gipfelbüchern leider aber keine Seltenheit. «Das ist gerade bei bedeutenden Bergen schade, wie dem Piz Bernina. Wir würden diese gerne archivieren.»

In besonderen Fällen geben die archivierten Gipfelbücher über ein ganzes Jahrhundert lang Auskunft zu den Personen, die den Gipfel erklimmt haben. So wurde auf dem Piz Vadret bei Davos 130 Jahre lang dasselbe Buch verwendet.

Deine Meinung

86 Kommentare
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Niklaus Rege

12.10.2020, 18:44

Das ist leider eine neue Sportart, auch beim Geocaching werden die Logbücher (Gipfelbücher) immer wieder vermisst.

Grammatik und so

12.10.2020, 12:04

Zweitletzter Satz: Das Perfekt von 'erklimmen' ist 'erklommen haben' und nicht 'erklimmt haben'. Danke für die Anpassung, so etwas schmerzt beim lesen.

Kulturaustausch

12.10.2020, 10:25

Das ist Das, was wir seit Jahren unter Kulturaustausch erleben, an allen Ecken und Enden. Meine Grossmutter hatte ein Leben lang ihren Bauernhof nie abgeschlossen, die Leute kamen und gingen, auch wenn sie auf dem Feld mithelfen musste und abwesend war, holten die Eier oder andere Dinge in der Küche ab die bereitgelegt wurden und deponierten das Geld! Heute undenkbar! Super Fortschritt!!