Jeff Saibene: «Ich bin froh, haben wir den Horror nicht»
Aktualisiert

Jeff Saibene«Ich bin froh, haben wir den Horror nicht»

«Wenn nicht heute, wann dann?», fragt Jeff Saibene nach dem 1:1 in Basel. Der Thun-Trainer trauert einer verpassten Chance nach.

von
Eva Tedesco

Der Thuner Torschütze Enrico Schirinzi hat nach dem 1:1 in Basel gemischte Gefühle. (Video: 20 Minuten)

«Wenn unser Goalie mit dem missratenen Auskick Basel nicht den Ausgleich hingelegt hätte...», sinniert Saibene. Hätte, wäre. Francesco Ruberto hat aber und Birkir Bjarnason ist zu gut in Form, um sich so eine Gelegenheit entgehen zu lassen. Der Isländer erzielt in der 81. Minute mit seinem 10. Saisontreffer den Ausgleich und verhinderte damit den ersten Thuner Sieg im Joggeli seit dem 13. November 2010.

Und hätte der Treffer von Nelson Ferreira kurz nach dessen Einwechslung (66.) gezählt, der FCB wäre geschlagen gewesen. Aber Ref Sébastien Pache annullierte das Tor wegen eines angeblichen Offsides. War es aber nicht. «Wahnsinn, was diese Saison schon alles gegen uns gelaufen ist. Das war bestimmt der dritte oder vierte Treffer, der uns in dieser Saison zu unrecht – aber ganz klar zu unrecht – aberkannt worden ist», sagt Saibene und fügt sofort an, «Themenwechsel, ich will nicht über die Schiedsrichter sprechen.»

Thun kann ohne Druck aufspielen

«Es wäre mehr drin gelegen», sagt Enrico Schirinzi. Der Thuner Torschütze hadert wie sein Trainer mit der verpassten Chance in Basel, ist aber auch nicht unzufrieden mit dem Punktgewinn. Neben seinem Treffer freut sich Schirinzi vor allem darüber, dass er das Trikot von Walter Samuel ergattert hat. «Er ist ein super Spieler, der eine Riesen-Karriere gemacht hat. Ich freue mich, dass ich ihn kurz in der Kabine persönlich kennenlernen konnte und nun sein Leibchen in meiner Sammlung habe.» Zudem gab es noch ein Foto fürs Erinnerungsalbum mit dem Champions-League-Sieger.

«Fussballerisch sind wir auf gutem Weg», sagt Saibene und zeigt sich dann doch auch noch zufrieden mit dem Punkt in Basel. Von Kehraus und einem Spiel um die goldene Ananas will Saibene indes nichts hören. «Wir wollen die Meisterschaft ordentlich zu Ende spielen. Aber ich bin froh, dass wir vier Runden vor Schluss nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben und ohne Druck aufspielen können. Wenn ich nur schon an den Horror von Mittwoch denke und an die Spiele mit einem Messer am Hals ...»

Mit 39 Punkten und einem Platz im gesicherten Mittelfeld der Tabelle kann sich Saibene den Abstiegskampf entspannt am TV anschauen.

Leipziger Aufstiegstrainer im Stadion Zu den 24 558 Zuschauern gesellte sich im Joggeli auch Leipzigs Aufstiegs-Trainer und Manager Ralph Rangnick. Wohl auch, um sich persönlich ein Bild von Breel Embolo zu machen, der im Visier der Bullen ist und perfekt ins Beuteschema passt. Keiner der neuen Spieler beim Bundesliga-Aufsteiger soll älter als 24 Jahre sein, sagt Rangnick – Embolo ist 19 Jahre jung. (ete)

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