Video-Talk: «Ich bin gelaufen wie eine Affen!»

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Video-Talk«Ich bin gelaufen wie eine Affen!»

Im Video-Talk beantwortete der Laufsteg-Trainer und Model-Pimper Bruce Darnell Fragen der User zur Show, zur Model-Glitzer-Welt und zu seinem eigenen Leben.

«Wie eine Affen» - Bruce erzählt über seine Anfänge im Model-Business.

Als Laufsteg-Trainer und Gastjuror wird der schillernde Selbstinszenierer immer wieder bei der zweiten Staffel der Castingshow «Supermodel» des TV-Senders TV 3+ zu sehen sein. In der Bibliothek des Grand Hotel Dolder erzählt der Model-Macher von seinen Erfahrungen mit der Schweiz, seinem Hotel-Leben und der wichtigsten Regel für alle angehenden Models.

20 Minuten Online: Wie ist es, mit Schweizer Models zu arbeiten?

Bruce Darnell: Also Schweizer Mädchen sind sehr sympathisch. Und sehr bescheiden. Sie könnten ruhig etwas mehr Selbstbewusstsein und mehr Biss zeigen.

Und wie gefällt es Dir sonst so in der Schweiz?

Jedes Mal, wenn ich hier bin, bin ich sehr relaxt. Ich habe wirklich viele Länder bereist. Und meistens geht es immer sehr hektisch zu und alles geht so schnell. Da vermisse ich manchmal die Ruhe und Gelassenheit. Das findet man hier schneller.

Ist das Model-Buisness generell so?

Ja, man ist immer in Hotels unterwegs. Es ist schwierig, Freundschaften aufrecht zu erhalten.

Aber der Job gefällt Dir trotzdem?

Es ist nicht nur der Job. Es ist vielmehr die Möglichkeit, jungen Leuten eine Botschaft mit auf den Weg zu geben. Bis zum Top-Model ist es ein langer Weg. Schönheit ist nicht alles. Es macht nur 10 Prozent aus. Wichtiger ist die Einstellung: Hey, ich bin was! Das versuche ich zu vermitteln.

Was sind die anderen 90 Prozent?

Viel ist Ausstrahlung. Die ist ganz wichtig. Als mein Buch «Drama, Baby, Drama» herauskam, dachten viele, es wären nur Styling-Tipps für Frauen drin. Das Wichtigste aber ist die Botschaft: Jeder hat etwas Besonderes und jeder ist auf seine Weise schön. Gerade für junge Leute ist es total wichtig, an sich zu glauben. Wenn man einen Traum hat, muss man aufstehen und etwas daraus machen. Man darf sich dann nicht auf die Gesellschaft verlassen, sondern selbst aktiv werden.

Du warst sechs Jahre als Fallschirmspringer bei der US-Armee. Bringen Dir die Erfahrungen aus dieser Zeit etwas für Deinen jetzigen Job?

Ja, auf jeden Fall. Ich habe gelernt zu kämpfen, auch wenn ich am Boden bin. Steh auf, mach was, geh wieder an die Arbeit, auch wenn es Dir schlecht geht - das ist es, was ich aus dieser Zeit mitgenommen hab. Und Disziplin. Mit 18 Jahren ist mir die Entscheidung zur Armee zu gehen sehr schwer gefallen. Aber es war gut so. Denn die Disziplin, die ich dort gelernt habe, ist auch Voraussetzung fürs Modeln.

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