Brite witzelt bis zum Tod: «Ich bin gestorben, um dies zu posten»
Aktualisiert

Brite witzelt bis zum Tod«Ich bin gestorben, um dies zu posten»

Ex-Soldat David Nigel Casson entschied sich dazu, seinem Leben mit Dignitas in der Schweiz ein Ende zu setzen. Bevor er ging, sorgte der Brite noch für einen letzten Lacher.

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qll
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Zehn Jahre lang kämpfte David Nigel Casson (62) mit einer Motoneuron-Krankheit. Das Bild zeigt ihn zu Hause im englischen Scarborough.

Zehn Jahre lang kämpfte David Nigel Casson (62) mit einer Motoneuron-Krankheit. Das Bild zeigt ihn zu Hause im englischen Scarborough.

David Nigel Casson / Facebook
Die Krankheit sorgt dafür, dass die Betroffenen sich nicht mehr bewegen, sprechen, essen oder selbstständig atmen können.

Die Krankheit sorgt dafür, dass die Betroffenen sich nicht mehr bewegen, sprechen, essen oder selbstständig atmen können.

David Nigel Casson / Facebook
Ende April entschied sich der ehemalige Soldat dazu, von dieser Welt zu gehen. Dafür begab er sich zu Dignitas in Pfäffikon ZH, wo er die letzten Stunden mit seiner Frau Julie (58) und seinen drei Kindern Craig (42), Eleanor (38) und Rebecca (33) verbrachte.

Ende April entschied sich der ehemalige Soldat dazu, von dieser Welt zu gehen. Dafür begab er sich zu Dignitas in Pfäffikon ZH, wo er die letzten Stunden mit seiner Frau Julie (58) und seinen drei Kindern Craig (42), Eleanor (38) und Rebecca (33) verbrachte.

David Nigel Casson / Facebook

Zehn Jahre lang kämpfte David Nigel Casson aus dem englischen Scarborough mit einer Motoneuron-Krankheit. Diese kann dazu führen, dass die Betroffenen sich nicht bewegen, nicht sprechen, nicht essen oder atmen können. Ende April entschied sich der ehemalige Soldat dazu, sein Leben mit 62 Jahren zu beenden. Dazu liess er sich von Dignitas in Pfäffikon ZH in den Tod begleiten. Die letzten Stunden verbrachte er mit seiner Frau Julie (58) und seinen drei Kindern Craig (42), Eleanor (38) und Rebecca (33).

Warum er sich zu diesem Schritt entschieden hat, erklärte Casson in einer letzten Nachricht, die seine Ehefrau auf Facebook posten sollte, kurz nachdem er von dieser Welt gegangen sei. «Ich wollte mit Würde sterben, anstatt gefoltert zu werden. Manche Leute mögen denken, dass es ein einfacher Ausweg ist, aber glauben Sie mir, es ist nicht einfach, seine geliebten Familie und Freunde zu verlassen.»

«Er war eine Inspiration»

Trotz seiner Krankheit war der Brite immer für einen Scherz zu haben, wie Ehefrau Julie Casson zum «Mirror» sagt. «Er witzelte und lachte jeden Tag. Er war eine Inspiration und half uns anderen, mit den herzzerreissenden Folgen der Krankheit klarzukommen.» Dies änderte sich auch an seinem Sterbebett nicht: «Er machte Witze bis zum Schluss und lächelte.»

Seinen ausgeprägten Sinn für Humor bewies der Brite auch mit seinem Abschieds-Post. Diesen schloss er mit den frechen Worten «I've been ‹dying› to post this!! Ha ha ha ha ha!! Thank you and goodbye.» Wortwörtlich übersetzt bedeutet dies: «Ich bin gestorben, um dies zu posten», wobei im englischen Sprachgebrauch auch gemeint ist: «Ich habe darauf gebrannt, das posten zu können.» Seine Abschiedsworte gehen nun viral – und er sorgt weltweit für einen letzten Lacher.

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