Ring aus Zürichsee gefischt: «Ich bin megaglücklich – was für ein super Typ!»
Aktualisiert

Ring aus Zürichsee gefischt«Ich bin megaglücklich – was für ein super Typ!»

Halim Hoti beobachtete, wie ein fremder Mann in Horgen ZH seinen Ehering verlor. Er gab nicht auf, bis er den Ring in fünf Metern Tiefe fand.

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lar
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Familie Hoti verbrachte den Sonntagnachmittag an ihrer gewohnten Badestelle in Horgen. Als Halim Hoti mit seiner Mutter gerade im Wasser war, rief ein Mann plötzlich: «Oh, mein Ring!»

Familie Hoti verbrachte den Sonntagnachmittag an ihrer gewohnten Badestelle in Horgen. Als Halim Hoti mit seiner Mutter gerade im Wasser war, rief ein Mann plötzlich: «Oh, mein Ring!»

Keystone/Alessandro Della Bella
Als Halim nachfragte, sagte der Mann, er habe seinen Ehering im See verloren. Beherzt suchte der 14-Jährige im Wasser danach.

Als Halim nachfragte, sagte der Mann, er habe seinen Ehering im See verloren. Beherzt suchte der 14-Jährige im Wasser danach.

Leser-Reporter
«Nur noch fünf Minuten», sagte er sich – und entdeckte den Ring plötzlich in vier bis fünf Metern Tiefe. Er rannte sofort zum Bahnhof, um den Besitzer noch zu erwischen, doch vergeblich. Dieser war schon weg.

«Nur noch fünf Minuten», sagte er sich – und entdeckte den Ring plötzlich in vier bis fünf Metern Tiefe. Er rannte sofort zum Bahnhof, um den Besitzer noch zu erwischen, doch vergeblich. Dieser war schon weg.

Leser-Reporter

Der 14-jährige Halim Hoti war am Sonntag mit seiner Familie bei einer Badiwiese in Horgen, als Nik Zisler plötzlich «Oh, mein Ring!» rief. «Er sagte mir, dass er seinen Ehering im Zürichsee verloren habe. Ich habe ihm daraufhin mit anderen Personen zusammen geholfen, zu suchen», so Halim.

Nach einer halben Stunde hätten alle aufgegeben – ausser ihm. «Der Mann tat mir so leid, deshalb habe ich alles ­gegeben. Ich wollte halt einfach helfen», so der Teenager. Dann habe er den Ring plötzlich in vier bis fünf Metern Tiefe im See entdeckt. Zisler war aber bereits nicht mehr vor Ort, und Halim hatte keine Informationen über ihn.

«Ein Einzelstück mit grossen Bedeutung»

Via 20 Minuten suchte er am Dienstag den Besitzer. Mit Erfolg. Wenige Stunden später meldete sich der Besitzer gestern Nachmittag. Zisler: «Ich bin aus allen Wolken ­gefallen, als ich den Bericht gelesen habe – ich bin megaglücklich, was für ein super Typ!»

Er sei am Sonntagnachmittag mit seinem fünfjährigen Buben im Wasser gewesen, so Zisler, als ihm der Ring vom Finger gerutscht sei. Eine Ehekrise habe er deswegen nicht gehabt. «Aber ich war schon extrem traurig. Es handelt sich um ein Einzelstück mit einer grossen Bedeutung.» Er sei auch schon in Kontakt mit dem Juwelier und seiner Versicherung gewesen. «Das ist jetzt zum Glück nicht mehr ­nötig.» Dafür wird es einen Finderlohn für Halim ­geben. «Wer in so einem jungen Alter schon so ein vorbildliches Verhalten an den Tag legt, hat das mehr als verdient.»

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