Panik und Angst: «Ich bin noch jung, ich will noch nicht sterben»
Aktualisiert

Panik und Angst«Ich bin noch jung, ich will noch nicht sterben»

Wer den Meteoriten-Einschlag in Russland gesehen hat, berichtet von Panik und Angst. Manche verkrochen sich im Wohzimmer. Andere schnappten sich ihre Haustiere und flüchteten ins Freie.

von
bat

Der Meteoriten-Einschlag im Ural hat die Menschen in Russland schockiert und in Panik versetzen lassen. Das zeigen viele Reaktionen auf sozialen Netzwerken wie Twitter oder in russischen Zeitungen. So schreibt gemäss «Russian Today» Elena Zimnukhova auf Twitter: «Ich bin noch jung. Ich will noch nicht sterben. Es ist ein Albtraum. Ich zittere noch immer.» Zimnukhova ist Bewohnerin der Stadt Tscheljabinsk, einer der Städte, die vom Einschlag am meisten betroffen ist.

Eine andere Einwohnerin der Stadt berichtet: «Mein Puls rast noch immer mit 200 Schlägen in der Minute. Ich habe einen furchtbaren Blitz gesehen, der die Farbe Rot-Orange hatte». Im Web-Forum der Stadt schreibt sie weiter: «Ich habe alle Lichter ausgelöscht und die Kinder auf die Couch gesetzt. Oh, mein Gott! Ich dachte, der Krieg hat begonnen.»

Mit der Katze ins Freie geflüchtet

Kriegsähnliche Zustände erlebte auch Natalia, eine andere Einwohnerin von Tscheljabinsk. Gegenüber der russischen Zeitung «Komsomolskaya Pravda» sagt sie: «Scheiben wurden rausgeschlagen und die Möbel hüpften umher. Ich habe gezittert und mich gefragt, was ich machen soll? Dann habe ich meine Katze geschnappt und bin ins Freie gerannt. Doch dann wurde mir gesagt, dass ich nach Hause gehen und mich hinsetzen solle.»

Doch nicht nur Bewohner von Tscheljabinsk selber meldeten sich auf Twitter. Auch zahlreiche Angehörige wollten besorgt wissen, ob es ihren Liebsten gut gehe und posteten hunderte von Nachrichten. Viele Russen fragten sich laut «Russian Today» auch, ob jetzt noch mehr Meteoriten-Bruchstücke hinunterfallen würden. Einige Besorgte begannen daraufhin, falsche Einschlags-Warnungen zu posten und verbreiteten so noch mehr Angst.

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