John Slettvoll: «Ich bin noch nicht zu alt für diesen Job»
Aktualisiert

John Slettvoll«Ich bin noch nicht zu alt für diesen Job»

Trainer-Legende John Slettvoll ist zurück. 20 Minuten erreichte den Schweden gestern vor seinem Abflug in Stockholm. Heute leitet der Altmeister sein erstes Training bei den Lakers.

von
Marcel Allemann

John Slettvoll, vor zwei Jahren sprangen Sie bei Lugano als Nothelfer ein. Damals sagten Sie: «Wenn Freunde rufen, muss man helfen.» Weshalb beenden Sie nun den Ruhestand?

John Slettvoll: Ich habe während der Zeit in Lugano erlebt, dass ich es nach wie vor sehr interessant finde, als Eishockeytrainer zu arbeiten. Zudem habe ich festgestellt, dass meine Eigenschaften in diesem Business nach wie vor funktionieren und ich für diesen Job auch noch nicht zu alt bin. Es besteht also kein Generationenproblem. Ich habe in Lugano auch erlebt, dass ich noch immer die nötige Kraft und Energie mitbringe. Deshalb habe ich für die Zeitspanne bis Ende Saison zugesagt.

Die Lakers liegen auf Rang 10 und spielten zuletzt desolat. Wo wollen Sie den Hebel ansetzen?

Es ist immer das Gleiche mit einer Mannschaft, die oft verloren hat. Da ist Psychologie gefragt, die Spieler müssen das Selbstvertrauen wiederfinden. Man muss Ruhe und Geborgenheit schaffen, diese bestand zuletzt nicht mehr. Daneben müssen aber auch verschiedene Dinge auf dem Eis verbessert werden.

Wird es für Sie bei Rappi einfacher als vor zwei Jahren in Lugano, weil Ihre Pause dieses Mal nicht so lang war und Sie die Liga noch gut kennen?

Das hat sicher Vorteile. Aber einfacher wird es deswegen nicht. Eine solche Situation ist nie einfach, sondern eine Herausforderung. Ich will mit den Lakers die Playoffs schaffen. Das ist kein Ferienjob, sondern verlangt fokussierten Einsatz während 24 Stunden täglich.

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