Interview: «Ich bin noch Single und suche die passende Frau»
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Interview«Ich bin noch Single und suche die passende Frau»

Der New Yorker Musiker Moby (39) veröffentlicht heute sein neues Studioalbum «Hotel». 20 Minuten traf den Soundvirtuosen in London.

Moby, du warst im Wahlkampfteam von US-Präsidentschaftskandidat John Kerry. Wie siehst du die Zukunft Amerikas – jetzt, da die Republikaner stärker sind denn je?

Moby: Schwierig zu sagen. Ich wünsche mir, dass sich der Süden vom Land absplittet und sich der Rest Kanada anschliesst. Das wäre grossartig. Auch New York könnte ich mir sehr gut als eigenständiges Land vorstellen.

Fühlst du dich als Amerikaner zurzeit als Mensch zweiter Klasse?

Moby: Ich möchte betonen, dass ich New Yorker bin, mich aber nicht als US-Bürger fühle. New York ist nicht Amerika. In Manhattan stimmten 95 Prozent der Wahlberechtigten für John Kerry. Es ist momentan einfach deprimierend, in einem Land zu leben, das für so viel Elend in dieser Welt verantwortlich ist.

Haben diese Erkenntnisse Einfluss auf deine Musik?

Moby: Nein. Ich habe mich für meine Arbeit noch nie politisch inspirieren lassen. Die Musik, die ich produziere, soll meine Hörer persönlich berühren und emotional sein.

Dein neues Album «Hotel» klingt ruhiger als seine Vorgänger. Woher kommt dieser Wandel?

Moby: Ich spiele nun seit 29 Jahren Gitarre und produziere seit 15 Jahren Songs. Musikalisch mag ich alles, von Punkrock über Jazz bis hin zu Electro. Wenn ich nun neue Tracks komponiere, ist das eine Liebeserklärung an die Musik. Ich denke niemals an den Stil.

Wie sieht dein Privatleben aus?

Moby: Ich bin noch immer Single und suche weiter nach der passenden Frau.

Interview: Ralph Hennecke

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