Ex-FCB-Spieler Zdravko Kuzmanovic kritisiert den FC Basel
Aktualisiert

Kuzmanovic ist sauer«Ich bin schockiert gewesen. Man darf einen Spieler nie so kaputt machen»

Beim FC Basel wird es nicht ruhiger. Nun mischt sich auch noch Ex-FCB-Star Zdravko Kuzmanovic ein. In einem Talk kritisiert er die aktuelle Führung – und Ciriaco Sforza, den ehemaligen Coach.

von
Nils Hänggi
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Ex-FCB-Star Zdravko Kuzmanovic war am Montagabend zu Gast im Talk bei Telebasel. 

Ex-FCB-Star Zdravko Kuzmanovic war am Montagabend zu Gast im Talk bei Telebasel.

Toto Marti/Blick/freshfocus
Dort sprach er über Sforza, Burgener, Degen und Stocker. Wie Vali öffentlich gedemütigt worden sei, das gehe gar nicht, so der 33-Jährige beispielsweise. «Ich bin schockiert gewesen. Ein Club darf einen eigenen Spieler nie so kaputt machen.»

Dort sprach er über Sforza, Burgener, Degen und Stocker. Wie Vali öffentlich gedemütigt worden sei, das gehe gar nicht, so der 33-Jährige beispielsweise. «Ich bin schockiert gewesen. Ein Club darf einen eigenen Spieler nie so kaputt machen.»

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Zum Streit um die Aktienmehrheit an der FC Basel Holding AG zwischen Bernhard Burgener und David Degen sagte er: «Ich finde mit David wird es sicher nicht besser.»

Zum Streit um die Aktienmehrheit an der FC Basel Holding AG zwischen Bernhard Burgener und David Degen sagte er: «Ich finde mit David wird es sicher nicht besser.»

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Darum gehts

  • Zdravko Kuzmanovic spricht über Sforza, Burgener, Degen und Stocker.

  • «Ein Club darf einen eigenen Spieler nie so kaputt machen. Ich weiss nicht, ob ich als Spieler auch so ruhig geblieben wäre wie er», sagt er beispielsweise.

  • Der Machtkampf zwischen Degen und Burgener entscheidet sich wohl am 11. Mai. Dann ist der Gerichtstermin.

Ex-FCB-Star Zdravko Kuzmanovic hat eine klare Meinung. Zum ehemaligen Basel-Coach Ciriaco Sforza beispielsweise. Zu der internen Kritik gegen Valentin Stocker. Oder auch zum Knatsch zwischen Boss Bernhard Burgener und David Degen. Der 33-Jährige war am Montagabend zu Gast im Talk bei Telebasel – und er ereiferte sich zu eben all diesen Themen.

Zunächst sprach er im Gespräch mit Basel-Legende Erni Maissen über Sforza. Der 55-Jährige, der vor ein paar Wochen bei den Baslern entlassen und durch Patrick Rahmen ersetzt worden ist, war an der Seitenlinie ein lauter Coach. Immer wieder schrie er Anweisungen aufs Feld, wies die Spieler an, was sie zu machen hätten. Kuzmanovic mag ein solches Coaching nicht. «Ich hätte ein riesiges Problem gehabt, wenn der Trainer immer rum geschrien hätte», so der Ex-Fussballer beispielsweise. Und: «Wenn aber immer Anweisungen kommen von der Seitenlinie, das geht doch nicht. Ein Spieler hat auch manchmal eigene Ideen. Ich wäre damit wirklich nicht zurecht gekommen.»

«Mit David wird es sicher nicht besser»

Auch zur Posse um Valentin Stocker hat Kuzmanovic etwas zu sagen. Wie Vali öffentlich gedemütigt worden sei, das gehe gar nicht, so der 33-Jährige. «Ich bin schockiert gewesen. Ein Club darf einen eigenen Spieler nie so kaputt machen. Ich weiss nicht, ob ich als Spieler auch so ruhig geblieben wäre wie er», gibt er weiter zu. «Ein grosses Kompliment an Vali. Er hat nie gegen den Trainer gespielt. Ich kenne den Vali, habe lange mit ihm zusammengespielt. Das würde er nie, nie machen!»

Und was meint der Ex-Fussballer zum Streit um die Aktienmehrheit an der FC Basel Holding AG zwischen Bernhard Burgener und David Degen? «Ich finde: Mit David wird es sicher nicht besser», ist seine Meinung zum Disput, der sich am 11. Mai entscheiden könnte. Dann findet im Zivilgericht Basel-Stadt der Termin für die Verhandlung im vorsorglichen Massnahmeverfahren in Sachen David Degen gegen Bernhard Burgener statt.

Coronabedingt werden bei der eigentlich öffentlichen Verhandlung keine Zuschauer zugelassen. Doch rund 20 Journalisten haben sich bereits für den Termin akkreditiert – auch darum findet die Verhandlung nicht im Gericht sondern in den Räumlichkeiten der Messe Basel statt. Kuzmanovic glaubt, dass Degen dem Club mit seiner mangelnden Erfahrung nicht helfen könne. «Wenn er den FCB jetzt übernehmen würde, dann wäre immer noch Chaos – oder sogar mehr.»

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