Nati-Star Granit Xhaka spricht über Arsenal-Höhenflug

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Meistertitel als Ziel«Ich bin so fit wie noch nie» – Granit Xhaka erklärt seinen Arsenal-Höhenflug

Granit Xhaka ist zum «Schweizer Fussballer des Jahres» gewählt worden. Im Interview spricht der Nati-Captain über die starke Saison mit seinem Club Arsenal.

von
Lucas Werder
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Nati-Star Granit Xhaka steht mit Arsenal an der Spitze der Premier League.

Nati-Star Granit Xhaka steht mit Arsenal an der Spitze der Premier League.

Getty Images
Am Montag wurde er zum Schweizer Fussballer des Jahres gekürt.

Am Montag wurde er zum Schweizer Fussballer des Jahres gekürt.

Claudio De Capitani/freshfocus
Auf der Bühne geriet der Nati-Captain in seinem Anzug etwas ins Schwitzen.

Auf der Bühne geriet der Nati-Captain in seinem Anzug etwas ins Schwitzen.

Urs Lindt/freshfocus

Darum gehts

  • Granit Xhaka ist an der Swiss Football Night zum «Schweizer Fussballer des Jahres» gewählt worden.

  • Mit Arsenal steht der Nati-Captain aktuell auf Platz eins der englischen Premier League.

  • Im Interview spricht der 30-Jährige über die Auszeichnung, seine Meisterträume und Trainer Mikel Arteta.

Granit Xhaka, normalerweise sind Sie eher der coole Typ. Bei der Preisübergabe sind Sie für einmal aber etwas ins Schwitzen gekommen.

Ich habe mich heute so gut angezogen, dass es dann auf der Bühne doch etwas gar warm wurde. Das habe ich ein wenig unterschätzt. (lacht)

Was bedeutet Ihnen die Auszeichnung «Fussballer des Jahres»?

Meine Arbeit der letzten Jahre wurde belohnt. Diese Trophäe ist etwas ganz besonderes und macht mich sehr stolz. Yann (Sommer) und Manuel (Akanji) hätten es aber genauso verdient gehabt.

Sie sind extra aus London angereist. Wie kam es dazu?

Mein Trainer Mikel Arteta hat mich hergeschickt. Er hat mir gesagt, ich müsse diesen Preis unbedingt persönlich abholen. Ich schätze es sehr, dass ich vom Trainer solche Freiheiten bekomme.

Noch am Sonntag standen Sie mit Arsenal beim spektakulären 3:2 gegen Manchester United auf dem Platz. Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie an das Spiel zurückdenken?

Das waren einfach pure Emotionen, als wir kurz vor Schluss das hochverdiente 3:2 erzielten.

Hätten Sie zu Saisonbeginn gedacht, dass Arsenal nach 20 Spieltagen auf Platz eins steht?

Ich müsste lügen, wenn ich «ja» sagen würde. Eigentlich waren die Top vier zu Saisonbeginn unser Ziel gewesen.

Und nun ist es der Meistertitel?

Jetzt stehen wir mit acht Punkten Vorsprung da oben und möchten natürlich am Ende die Meisterschaft gewinnen.

Was würde das für den Club bedeuten?

Man spürt die Bedeutung. Ich bin jetzt seit sieben Jahren bei Arsenal. So gut wie jetzt, war die Stimmung unter den Fans noch nie. Aber es ist noch ein langer Weg. Wir nehmen Spiel für Spiel und schauen auf uns.

Mit Manuel Akanji spielt einer Ihrer Nati-Kollegen beim grössten Verfolger Manchester City. Tauschen Sie sich über das Titelrennen aus?

Manu ist ein super Typ. Egal, wer von uns am Ende Meister wird, wir hätten es beide verdient. Vielleicht ist es für ihn aber noch ein wenig zu früh. Nach sieben Jahren in England sollte ich jetzt eigentlich mal etwas gewinnen. Er hat ja noch genug Zeit. (lacht)

Sind Sie so gut wie noch nie?

Ich fühle mich auf alle Fälle so fit wie noch nie in meiner Karriere. Das habe ich vor allem meinem Trainer zu verdanken. Er arbeitet jetzt seit drei Jahren mit uns. Er weiss ganz genau, was er macht.

«So gut wie jetzt, war die Stimmung unter den Fans noch nie.»

Granit Xhaka

Unter Arteta lief es aber nicht immer so gut wie jetzt.

Letzte Saison haben wir die ersten drei Saisonspiele verloren. Einige waren damals bereits mit ihrer Geduld am Ende. Doch jetzt sieht man, was passieren kann, wenn man einem Trainer Zeit gibt. Es ist ja seine erste Station überhaupt als Cheftrainer. Er ist etwas ganz besonders.

Wie meinen Sie das?

Ich hatte in meiner Karriere schon viele Trainer, aber noch nie einen wie Arteta. Er wirkt, als ob er sich 24 Stunden am Tag nur auf den Fussball konzentriert. Er hat immer einen Plan A, B – und vielleicht sogar einen Plan Z. Doch nicht nur taktisch, auch menschlich ist er top.

Zum Abschluss: Wird der Preis heute noch gross gefeiert?

Nein, es ist ja Montag und wir sind in der Schweiz, nicht in London. (lacht) 

* Dieses Interview wurde an der Swiss Football Night im Rahmen einer Medienrunde aufgezeichnet. 

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