Aktualisiert 01.06.2011 20:10

Sepp Blatter

«Ich bin stolz auf das Resultat»

Fifa-Präsident Sepp Blatter hat gut Lachen. Mit einem Glanzresultat ist er am Kongress in Zürich wiedergewählt worden. Nicht einmal ein Misstrauensvotum gegen ihn bringt ihn aus der Ruhe.

von
Herbie Egli

Der Schweizer Fifa-Präsident Sepp Blatter ist mit seinem Wahlresultat zufrieden. (Video in englisch: 20 Minuten Online)

Der englische Fussballverband FA kündigte an, dass er wegen den Vorfällen in den letzten Tagen die Verschiebung der Präsidentenwahl beim Fifa-Kongress fordert. Er stellte den Antrag auch prompt, was Sepp Blatter nicht erwartet hatte. «Ich war am Morgen überrascht, dass die FA die Wahl verschieben wollte», gab der 75-jährige Walliser an der Pressekonferenz nach seiner Wahl in englischer Sprache zu Protokoll. Zu Beginn sprach Blatter zuerst rund zehn Minuten darüber, was er den ganzen Tag bereits am Kongress erwähnt hatte und spannte die Journalisten damit auf die Folter.

Dass Blatter von den Engländern die Stimme eventuell nicht erhalten hat, stimmt ihn nicht böse. «Ich bin der Präsident aller Verbände und möchte mit allen gut zusammen arbeiten. Ich habe deswegen kein schlechtes Gefühl einem Verband gegenüber, der nicht für mich gestimmt hat.» Dass die Wahl so klar ausfiel hat ihn höchst erfreut. «Mit 186 Stimmen bin ich stolz auf das Resultat.» Blatter ist überzeugt, dass er mit den Engländern das Heu wieder auf die gleiche Bühne bringen wird. «Wir sind am Schluss wieder eine Familie. Nehmen Sie das nicht zu ernst.»

Briten halten sich vorerst zurück

Die britische Presse zeigt sich nach der Wahl noch verhalten. Die nächsten Wochen und Monate, eventuell auch Jahre, werden aber zeigen, wie sich das Verhältnis der Briten mit Blatter entwickelt. Setzt der Schweizer Präsident seine angekündigten und abgesegneten Reformen um, wird er Ruhe haben. Im anderen Fall hat die Presse von der Insel aber gefundenes Fressen, um weiter scharf auf Blatter zu schiessen.

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