Aktualisiert 07.01.2008 09:13

«Ich bin, was die Terroristen am meisten fürchten»

Die ermordete pakistanische Oppositionsführerin Benazir Bhutto war sich der Gefahr für ihr Leben bewusst. In einem Interview mit einem US-Magazin sah sie Tötungsversuche voraus.

«Ich bin, was die Terroristen am meisten fürchten: Eine weibliche politische Führerin, die dafür kämpft, dass die Moderne nach Pakistan gebracht wird», sagte sie in einem Interview, das am Sonntag im US-Magazin «Parade» erschien, und fügte an: «Jetzt versuchen sie, mich zu töten.» Bhutto wurde am 27. Dezember bei einem Attentat nach einer Wahlkampfveranstaltung in der Stadt Rawalpindi ermordet.

Da das Magazin zum Zeitpunkt des Attentats schon gedruckt war, entschloss man sich, die Geschichte unverändert zu lassen. «Wir haben entschieden, dass das ein so wichtiges Interview war, dass wir es mit dem amerikanischen Volk teilen mussten», sagte Verleger Randy Siegel.

In dem Interview wurde Bhutto auch gefragt, wie sie mit dem Trauma der Ermordung ihres Vaters Zulkifar Bhutto umgegangen sei, der als pakistanischer Ministerpräsident vom Militär gestürzt und hingerichtet wurde. Er habe ihr kurz vor seiner Hinrichtung gesagt, sie könne gehen, wohin sie wolle. Sie habe geantwortet: «Nein, ich muss deine Mission fortführen, für die Demokratie.» (dapd)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.