Sido reumütig: «Ich bin zu weit gegangen»
Aktualisiert

Sido reumütig«Ich bin zu weit gegangen»

Rapper Sido rudert nach seinem Faustschlag gegen den TV-Moderator Dominic Heinzl zurück. Er wisse, dass man mit Fäusten keine Probleme lösen könne, aber er habe die Beherrschung verloren.

Rapper Sido hat sich nach einem Handgemenge mit einem österreichischen Journalisten reumütig gezeigt. Er wolle niemandem das Bild vermitteln, dass diese Aktion richtig war, schrieb der Hiphop-Musiker am Sonntagabend auf seiner Facebook-Seite und auf Twitter.

«Ich weiss, dass der Rahmen absolut falsch war – besonders, weil Kinder anwesend waren! – und dass man mit Fäusten keine Probleme lösen kann, sondern vielmehr welche schafft», hiess es weiter. Sido, der in Wien in der Jury der Show «Die grosse Chance» sass, hatte am Freitagabend nach der Live-Ausstrahlung die Fassung verloren.

Er versetzte dem Journalisten Dominic Heinzl auf offener Bühne einen Faustschlag. «Nachdem Dominic und ich seit 2 Jahren immer wieder aneinander geraten sind, verlor ich am Freitag auf Grund seiner wiederholten Provokation leider die Beherrschung», so Sido.

Zusammenarbeit mit ORF aufgelöst

Während der Sendung verspottete Sido den bekannten Society-Journalisten. Heinzl suchte nach der Show das Gespräch mit Sido, das schnell eskalierte. Video-Aufnahmen des Vorfalls zeigen, dass Heinzl hart zu Boden fiel und Sicherheitskräfte die beiden Männer trennen mussten.

«Ich bin zu weit gegangen und hätte das Problem mit Herrn Heinzl anders lösen müssen», sagte der Berliner in seinem Statement. Der öffentlich-rechtliche Fernsehsender ORF kündigte nach den Handgreiflichkeiten am Samstag mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit dem Rapper.

«Es ist nix, wofür jemand gelobt werden darf»

«Ich werde alle Konsequenzen tragen und kann die Entscheidung des ORF nachvollziehen», gab sich der Rapper einsichtig. Ausserdem bedankte sich Sido für den Rückhalt seiner Fans. Am Wochenende bildeten sich Gruppen auf Facebook, die sich mit Sido solidarisierten.

Doch der Rapper wollte das Bild zurechtrücken: «Es ist nix, wofür jemand gelobt werden darf!» Die Auseinandersetzung dürfe nicht gutgeheissen werden. Eine Versöhnung mit Heinzl ist allerdings wohl nicht angedacht: «Herr Heinzl und ich werden sicher niemals Freunde, aber ich hoffe, dass ich euch mit diesen Worten ein anderes Bild vermitteln konnte als am Freitag.» (sda)

Deine Meinung