Papst in Fátima: «Ich bringe Probleme und Leid mit»
Aktualisiert

Papst in Fátima«Ich bringe Probleme und Leid mit»

Balsam für die vom Missbrauchsskandal gebeutelte Papst-Seele: Der Papst ist am Marienwallfahrtsort Fatima begeistert empfangen worden.

Benedikt XVI. ist am Mittwoch in dem portugiesischen Marienwallfahrtsort Fátima von zehntausenden Menschen begeistert empfangen worden.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche war am Nachmittag per Hubschrauber angekommen und mischte sich nach kurzer Fahrt im «Papamobil» unter die Pilger. Vor der Marienstatue in der Erscheinungskapelle versank Benedikt im Gebet.

Immer wieder hallte es im Heiligtum: «Viva o Papa». Mehrere hundert Kinder sangen für den Besucher aus dem Vatikan. «Er ist viel sympathischer, als ich gedacht habe», sagte eine ältere Frau dem portugiesischen Fernsehen.

«Die Probleme und das Leid»

Er bringe «die Probleme und das Leid» der Welt mit nach Fatima, sagte das katholische Kirchenoberhaupt. Benedikt betete vor einer Marienstatue, deren Krone die von einem Attentäter auf seinen Vorgänger Johannes Paul II. abgefeuerte Kugel ziert.

Anlass zu Benedikts Portugalreise ist der zehnte Jahrestag der Seligsprechungen von Fatima. Aus diesem Anlass wird der 83-Jährige am (morgigen) Donnerstag eine Messe in dem Wallfahrtsort feiern, der zu den wichtigsten der katholischen Kirche zählt.

Vor zehn Jahren hatte sein Vorgänger Johannes Paul II. zwei Hirtenkinder seliggesprochen, denen in Fatima 1917 die Jungfrau Maria erschienen sein soll. Johannes Paul glaubte, er habe es dem Eingreifen Marias zu verdanken, dass er den Anschlag 1983 überlebte. Der 13. Mai ist sowohl der Jahrestag der Marien-Erscheinungen von Fatima als auch des Attentatsversuchs. (sda/dapd)

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