Aktualisiert 20.06.2018 11:13

Buschauffeur zu Fahrgästen

«Ich bringe Sie nun um die Ecke»

Ein Berner Buschauffeur brannte am Dienstagabend ein Sprüche-Feuerwerk ab. Sehr zur Freude der Passagiere.

von
ber
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Im 20er-Bus unterhielt ein Buschauffeur am Dienstagabend mit seinen flotten Sprüchen. Alles begann mit einem: «Meine Damen und Herren, ich werde Sie nun um die Ecke bringen.»

Im 20er-Bus unterhielt ein Buschauffeur am Dienstagabend mit seinen flotten Sprüchen. Alles begann mit einem: «Meine Damen und Herren, ich werde Sie nun um die Ecke bringen.»

Keystone/Peter Klaunzer
Der Chauffeur avancierte auch für einige Sekunden zum Reiseführer: «On the right side, you can see the main station of Bern, capital of Switzerland.» Und einige Meter später: «And on the left side there ist the Church of the Holy Spirit.»

Der Chauffeur avancierte auch für einige Sekunden zum Reiseführer: «On the right side, you can see the main station of Bern, capital of Switzerland.» Und einige Meter später: «And on the left side there ist the Church of the Holy Spirit.»

Keystone/Peter Klaunzer
Abschliessend meinte der Chauffeur trocken: «Schön, hei mr drüber gredt u e schöne Abe.»

Abschliessend meinte der Chauffeur trocken: «Schön, hei mr drüber gredt u e schöne Abe.»

Keystone/Peter Klaunzer

«Meine Damen und Herren, ich werde Sie nun um die Ecke bringen.» So begann am Dienstagabend ein Buschauffeur von Bernmobil seine Durchsage an die Fahrgäste. Mehrere verdatterte Blicke lösten sich von der Zeitung, und Kopfhörer wurden aus den Ohren gezogen. Dem Fahrer des 20er-Busses aus der Lorraine zum Berner Hauptbahnhof war die Aufmerksamkeit seiner Passagiere sicher.

«I will bring you around the edge»

«Doch machen Sie sich keine Sorgen», fuhr der Chauffeur fort, «Sie werden nicht zu Schaden kommen.» Der Bus werde nach der Ankunft am Bahnhof Bern in die Garage gebracht, weshalb die Passagiere erst vor dem Haupteingang um die Ecke rausgelassen würden.

Den ersten Schock hatten die Passagiere verdaut, doch der Busfahrer setzte noch einen drauf als er feststellte, dass sich englische Touristen im Bus befinden: «Ladys and Gentlemen, I will bring you around the edge now.»

«Schön, hei mr drüber gredt»

Edge? Eigentlich heisst es ja Corner, murmelten sich einige Fahrgäste zu. Der Chauffeur lies sich derweil nicht beirren und erzählte munter weiter. «On the right side, you can see the main station of Bern, capital of Switzerland.» Und einige Meter später: «And on the left side there ist the Church of the Holy Spirit.»

Bei der provisorischen Haltestelle angekommen, waren einige Passagiere etwas enttäuscht, nicht noch länger Bus fahren zu können und einige begannen sogar zu klatschen. Der Chauffeur meinte nur trocken: «Schön, hei mr drüber gredt u e schöne Abe.»

Bermobil-Sprecher Rolf Meyer zeigt sich belustigt über den Vorfall. Es sei im Ermessen des Fahrers, sowas zu machen, sagt Meyer. «Wir fördern es nicht, doch unter den Chauffeuren hat es immer wieder den einen oder anderen Kommentator.»

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