Aktualisiert 05.10.2004 21:37

Interview«Ich dachte, ich müsse jedes Angebot annehmen»

Tom Hanks (48) ist der Star im neuen Steven-Spielberg-Film «The Terminal». 20 Minuten hat den Amerikaner interviewt.

Tom, Sie spielen in «The Terminal» einen Osteuropäer, der gezwungenermassen im New Yorker Flughafen JFK wohnt. Sie sprechen Englisch mit slawischem Akzent. War das schwierig hinzukriegen?

Tom Hanks: Um ehrlich zu sein: Das war der langweiligste Teil der Rolle – üben, üben, üben. Meine Familie drehte dabei fast durch. Ich kam beispielsweise nach Hause und sagte: «Guter Fisch heute Abend du machst für mich.»

Und welcher war der interessanteste Teil?

Hanks: Dann, wenn ich nicht sprechen musste! Eigentlich sollte ich mal einen Affen spielen, dann müsste ich nie was sagen, das wäre ideal.

Was halten Sie eigentlich vom europäischen Film?

Hanks: Kürzlich sah ich «Good Bye, Lenin». Das ist einer der wichtigsten und genialsten Filme der letzten fünf Jahre. Doch leider kommen nicht sehr viele Filme aus Europa in die US-Kinos.

Hatten Sie in Ihrem Beruf auch Krisen?

Hanks: Ja. Es gab Zeiten, da arbeitete ich schlicht zu viel. Weil ich Angst hatte, keine Rollen mehr zu kriegen, dachte ich, ich müsse jedes Angebot annehmen.

Und jetzt haben Sie diese Baisse überwunden?

Hanks: Ja, eben war ich mit Steven Spielberg auf einem Boot in Venedig unterwegs. Der Mond schien und wir schauten uns an und sagten: Wie haben wir es bloss bis hierhin geschafft?

Benjamin Bögli

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