Attacke auf Surfprofi: «Ich danke dem Hai, dass er Mick nicht getötet hat»
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Attacke auf Surfprofi«Ich danke dem Hai, dass er Mick nicht getötet hat»

Die Mutter des Surfprofis Mick Fanning musste am Fernsehen mit ansehen, wie ihr Sohn von einem Hai attackiert wurde. In Interviews erzählt sie, was in ihr vorging.

von
woz
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«Ich fühlte mich so unbedeutend, das Tier war enorm kräftig und schnell»: Mick Fanning erzählt in Sydney von der Haiattacke vor Südafrika. (Bild: Mark Kolbe/Getty Images, 21. Juli 2015)

«Ich fühlte mich so unbedeutend, das Tier war enorm kräftig und schnell»: Mick Fanning erzählt in Sydney von der Haiattacke vor Südafrika. (Bild: Mark Kolbe/Getty Images, 21. Juli 2015)

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Er werde nun eine emotional und mental schwierige Zeit durchleben: Mick Fanning zurück in Australien.

Er werde nun eine emotional und mental schwierige Zeit durchleben: Mick Fanning zurück in Australien.

AFP/Peter Parks
Sein Rivale um den Weltmeistertitel wollte ihm zu Hilfe eilen: Julian Wilson (l.) und Mick Fanning vor den Medien in Sydney. (21. Juli 2015)

Sein Rivale um den Weltmeistertitel wollte ihm zu Hilfe eilen: Julian Wilson (l.) und Mick Fanning vor den Medien in Sydney. (21. Juli 2015)

AFP/Peter Parks

Die Bilder von Surf-Profi Mick Fanning gingen um die Welt. Während eines Wettbewerbs in Südafrika näherte sich ein Hai – vermutlich ein Weisser Hai – dem dreifachen Weltmeister.

Fannings Mutter Elizabeth Osborne hat den Wettkampf im Fernsehen mitverfolgt. Von Australien aus musste sie mit ansehen, wie ihr Sohn um sein Leben kämpfte – ohne etwas tun zu können. «Ich war in Panik. Ich ging zum Fernseher, als ob ich ihn herausziehen könnte, um ihn zu retten», sagt sie zu «ABC». «Ich konnte nicht glauben, was ich sehe. Ich dachte, ich hätte ihn verloren.»

Sohn starb bei Autounfall

«Ich sah, wie mein Sohn unterging. Das war so schrecklich, ich habe bereits einen Sohn verloren», sagte Osborne zu «The Sydney Morning Herald». Vor 17 Jahren ist ihr Sohn Sean bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Fanning glaubt, dass Sean der «Engel auf seiner Schulter» während seiner bisherigen Karriere war. Auch in diesem Wettkampf schien Sean über Mick zu wachen: Der 34-Jährige kämpfte und konnte sich den Hai vom Hals halten, bis er gerettet wurde. Kurz darauf telefonierte er mit seiner Mutter. «Mach dir keine Sorgen. Mir gehts gut», habe er mit einem Zittern in der Stimme gesagt.

Osborne lobt das Vorgehen der Veranstalter. Sie hätten schnell reagiert und sofort die Surfer aus dem Wasser geholt. Vor dem Wettkampf hätten sie bereits mit Booten das Wettkampfgebiet abgefahren, um sicherzustellen, dass sich dort keine Haie befinden würden. Doch einer war dennoch dort. «Ich danke dem Hai sehr, dass er Mick nicht getötet hat», sagt Osborne.

«Das war ein Vorfall, keine Attacke»

Brendan Donohoe von der Surfrider Foundation Australia glaubt nicht, dass der Hai Fanning töten wollte: «Das war ein Vorfall, keine Attacke. Wenn er angegriffen hätte, dann hätte Mick schwere oder sogar tödliche Verletzungen davongetragen.» Der Surfprofi habe perfekt reagiert.

Trotz des Vorfalls wird Fanning wohl weitermachen. Er habe super Chancen, seinen vierten Weltmeistertitel zu holen, sagt Manager Ronnie Blakey. Auch die Mutter glaubt nicht, dass ihr Sohn seine Karriere beendet. «Wir sagen in unserer Familie immer Wir geben nie auf, wir geben nie nach.»

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