Oscar-Reden: «Ich danke der Academy, Gott und meinem Friseur»
Aktualisiert

Oscar-Reden«Ich danke der Academy, Gott und meinem Friseur»

Wer einen Oscar gewinnt, muss eine Rede halten - ob er darauf vorbereitet ist oder nicht. Mit diesem Druck kamen nicht alle gleich gut zurecht, wie unsere zehn merkwürdigsten Oscar-Momente zeigen.

von
isa

Emotional aufgewühlt schreiten die Gewinner im Dolby Theater auf die Bühne und versuchen, ihr Glück in Worte zu fassen. Mal kurz, mal lang, witzig oder trocken - die Reden der Gewinner sind der Höhepunkt jeder Oscar-Verleihung, über eine halbe Milliarde Menschen schaut zu. Da sollte man die Contenance bewahren und Kreativität an den Tag legen. Doch nicht allen gelingt das.

Dank des neuen Online-Archivs der Academy, welches alle Oscar-Reden seit 1971 gesammelt hat, offenbaren wir Ihnen nun exklusiv, dass «Wow» mit 73-mal Spitzenreiter der Oscar-Ausrufe ist, gefolgt von «Mein Gott» (26), «Meine Güte» (12), «Oh Gott» (6), «Das ist unglaublich» (5), «Guter Gott» (4), «Ich kann das nicht glauben» (4), «Ich weiss nicht, was ich sagen soll» (4), «Das ist unbeschreiblich» (4), «Oh Mann» (4), «Oh Nein» (4), «Whoa» (3), «Was zur Hölle?» (2) und «Whoo» (2). Wobei im letzten Fall James Camerons «Ich bin der König der Welt - whoooohooo» von 1998, als er den Oscar für «Titanic» gewann, nicht dazu gezählt wird.

Ja, der Frisör ist eben auch wichtig

Mancher Linguist dürfte ob der Sprachvielfalt traurig sein, aber es fand sich tatsächlich lediglich ein «Menschenskind», 2010 von Melissa Leo, einmal «Heilige Makrele» von Meryl Streep im Jahr 1979 und ein «Gnade mir Gott» von Billy Bob Thornton 1996 sowie ein «Ich brauche einen Drink» 1994 von Tim Chappel.

Aber zurück zu unseren Reden. Ihr Name ist gefallen und nun stehen Sie auf der Bühne, Schweisstropfen bedecken langsam Ihre Stirn und Jack Nicholson starrt Sie mit Adleraugen aus der ersten Reihe an. Die meisten Gewinner bedanken sich erst einmal beim «Cast und der Crew» (65), bei ihren «Mitnominierten» (51) und bei «der Academy» (48). Natalie Portman bedankte sich 2011 in ihrer Rede bei ihrem Make-up-Artist und ihrem Kameramann. Sängerin Cher bedankte sich 1988 bei ihrem Frisör. Eigentlich ja süss.

Weniger süss waren aber die folgenden zehn Dankesreden - im Gegenteil: Sie waren peinlich oder positiv formuliert: ungewollt komisch.

10. Jack Palance gewinnt 1991 den Oscar als bester Nebendarsteller in «City Slickers» und bedankt sich mit Liegestützen.

(Quelle Youtube)

9. Angelina Jolie gewinnt 1999 den Oscar als beste Nebendarstellerin in «Girl, Interrupted» und gesteht auf der Bühne, wie verliebt sie in ihren Bruder ist.

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8. Im Jahr 1993 bekam Tom Hanks den Oscar als bester Hauptdarsteller in «Philadelphia». In seiner Dankesrede outet er seinen ehemaligen Lehrer als schwul. Upps!

(Quelle Youtube)

7. Okay, das ist eigentlich keine Rede, aber dennoch sehenswert: Roberto Benigni sprang 1999 vor Freude über seinen Oscar für «La vita è bella» statt auf die Bühne auf die Stuhllehne vor ihm und fiel fast runter.

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6. Julia Roberts zeigte sich im Jahr 2000 als sie den Oscar für ihre Rolle in «Erin Brockovich» bekam, von ihrer exzentrischsten Seite.

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5. 1998 war Regisseur James Cameron der «König» des Woo-ings. Ach ja, er bekam den Oscar für «Titanic».

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4. Ach, wie haben wir uns 1996 mit Cuba Gooding Jr. gefreut, als er einen Oscar für seine Nebenrolle in «Jerry Maguire» bekam. Aber warum schubste ihn eigentlich niemand von der Bühne?

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3. Keine war je so selbstverliebt wie Sally Field 1984, als sie ihre Dankesrede für den Oscar in «Places of the Heart» hielt.

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2. Halle Berrys Schock über ihren Oscar 2002 für ihre Rolle in «Monster's Ball» bleibt unübertroffen.

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1. Sie wollen es wirklich nochmals sehen? Aber gerne! Gwyneth Paltrow 1998.

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