Aktualisiert 20.01.2020 17:51

Grossaufgebot der Polizei«Ich entscheide, welche Route Trump befährt»

Die Kantonspolizei Zürich ist bereit für die Ankunft des US-Präsidenten Donald Trump. Sie steht in engem Kontakt mit dem Secret Service.

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tam/stv/sda

Scharfschützen, gepanzerte Fahrzeuge und Sprengstoffhunde – der Besuch von 130 völkerrechtlich geschützten Gästen am WEF erfordert eine intensive Planung rund um den Flughafen Zürich. Die Kantonspolizei Zürich hat sich über Wochen darauf vorbereitet, wie Kommandant Thomas Würgler am Montag sagt.

Besonders der Besuch von US-Präsident Donald Trump ist eine spezielle Herausforderung dieses Jahr. Nach der Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani wurde Trumps Gefährdungseinschätzung gegenüber seinem letzten Besuch erhöht. «Durch die erhöhte Sicherheitsstufe, die jeweils vom Bund festgelegt wird, gibt es einen Zusatzaufwand.»

Im Vorfeld seien intensive Absprachen mit den Amerikanern getroffen worden, so Würgler. «Allein die Anhalteposition des Präsidentenflugzeuges Air Force One auf dem Flughafenfeld war ein riesiges Thema.» Im Korps der Kantonspolizei seien aber keine Agenten des Secret Service dabei. «Sie vertrauen auch den guten Erfahrungen, die sie mit uns gemacht haben – wir sind auch Profis, das spüren sie.»

«Ich entscheide kurzfristig, welche Route wir befahren»

Am Dienstagmorgen gilt es dann ernst: Voraussichtlich zwischen 8 und 10 Uhr wird Trump am Flughafen landen. «Wir werden früh im Einsatz sein», sagt Marcel Frei, WEF-Gesamteinsatzleiter bei der Kapo Zürich. Die Polizei rechnet mit vielen Schaulustigen und rät deshalb, den Flughafen bei Möglichkeit weiträumig zu umfahren.

«Wir stehen in engem Kontakt mit dem Secret Service und hoffen, dass das Wetter gut sein wird.» Dann wird Trump per Helikopter nach Davos fliegen. Ist das nicht möglich, reist Trump in einem Konvoi auf der Strasse. «Wir haben verschiedene Routen, die gesichert sind. Ich entscheide kurzfristig, welche wir befahren», sagt Frei.

Mehr Kontrollen

Auch wer nicht als Politiker oder Wirtschaftsführerin ans WEF eingeladen ist, kann in diesen Tagen im Raum Zürich von diesem Grossanlass betroffen sein. Die Polizei wird in der Nähe des Flughafens vermehrt Personen und Fahrzeuge kontrollieren, um die Sicherheit zu gewährleisten. Im Kanton ist es durch den zusätzlichen Aufwand nicht weniger sicher, betont die Kantonspolizei.

Den WEF-Trubel über die Webcams des Flughafens zu beobachten, ist übrigens nicht möglich. Der Flughafen hat seine Kameras aus Sicherheitsgründen abgestellt, wie jedes Jahr während des WEF.

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