Aktualisiert 04.03.2011 13:03

Alessia und Livia«Ich fühle, dass sie noch leben»

Die französischen Ermittler auf Korsika möchten, dass ihnen die Mutter der vermissten Zwillinge bei der Suche nach den beiden Mädchen vor Ort hilft. Die Mutter glaubt, dass ihre Töchter noch am Leben sind.

«Die Präsenz der Mutter würde uns erlauben, alle Orte aufzusuchen, wo sich die Familie während der Ferien vor einigen Jahren aufgehalten hat», sagte einer der Ermittler gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Er sagte jedoch nicht, ob sie ihr bereits eine entsprechende Anfrage übermittelt haben.

Zwei Beamte der Waadtländer Kantonspolizei sollen sich am Wochenende nach Korsika begeben, um mit der französischen Polizei zusammenzuarbeiten. Geplant ist zudem ein internationales Treffen Anfang nächster Woche.

Noch immer fehlt von den sechsjährigen Zwillingen, die seit dem 30. Januar vermisst werden, jede Spur. Sie und ihr Vater waren laut Polizei am 1. Februar zusammen auf einer Fähre nach Propriano auf Korsika gesehen worden. Am 3. Februar brachte sich der 43-Jährige bei Cerignola in Süditalien um.

In einem dramatischen Appell forderte derweil die Mutter die Fortsetzung der Suche nach ihren beiden Kindern. «Trotz der schlechten Neuigkeiten, die ich erhalten habe, fühlt mein Mutterherz, dass meine Mädchen am Leben sind», sagte sie am Freitag gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur Ansa.

«Ich bitte Sie, suchen Sie weiter [...]! Es kann nicht sein, dass meine kleinen Zwillinge tot sind.» (sda)

Tod im Testament angekündigt

Tod im Testament angekündigt

Es scheint immer eindeutiger, dass Matthias S. seine mutmassliche Bluttat systematisch geplant hatte: Wie die französische Tageszeitung «Le Parisien» berichtet, hat er in seinem Testament «eindeutig angekündigt, erst die Zwillingsmädchen und dann sich selbst umzubringen». Sie bezieht sich dabei auf französische Justizkreise.

Auszüge aus dem Testament von Matthias S. sind bereits zuvor an die Öffentlichkeit gelangt: Offenbar wurde die Todesankündigung aber bewusst zurückgehalten, weil der Vater in seinem letzten Willen paradoxerweise auch ankündigte, die Erbgüter seinen Töchtern zu vermachen. Laut «Le Parisien» ist das Vorgehen der Ermittler dadurch zu erklären, dass sie «allfällige Zeugen nicht entmutigen wollten, Hinweise auf den Verbleib der Mädchen zu liefern.»

(fum)

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