Aktualisiert 07.06.2019 06:17

Madonna«Ich fühle mich durch NYT-Porträt vergewaltigt»

Die Pop-Diva ist auf eine Journalistin sauer, die sich in einem Artikel in der «New York Times» mit dem Alter der 60-Jährigen befasst.

von
chk
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«Mein Alter wäre nie erwähnt worden, wenn ich ein Mann wäre»: Madonna. (Archivbild)

«Mein Alter wäre nie erwähnt worden, wenn ich ein Mann wäre»: Madonna. (Archivbild)

Keystone/AP/Jose Luis Magana
Madonna kritisiert das NYT-Porträt «Madonna im Alter von 60» scharf.

Madonna kritisiert das NYT-Porträt «Madonna im Alter von 60» scharf.

Keystone/AP/Evan Agostini
«Ich fühle mich vergewaltigt. Und ja, ich darf diese Analogie verwenden, weil ich mit 19 vergewaltigt wurde», schreibt Madonna auf Instagram.

«Ich fühle mich vergewaltigt. Und ja, ich darf diese Analogie verwenden, weil ich mit 19 vergewaltigt wurde», schreibt Madonna auf Instagram.

Keystone/AP/Evan Agostini

US-Pop-Diva Madonna hat ein Porträt der «New York Times», das sich unter anderem mit ihrem Alter befasst, scharf kritisiert. Sie fühle sich durch den Artikel «vergewaltigt», schrieb Madonna am Donnerstag im Online-Netzwerk Instagram. Das Porträt mit dem Titel «Madonna im Alter von 60» sei durchzogen von «endlosen Kommentaren über mein Alter, das nie erwähnt worden wäre, wenn ich ein Mann wäre».

Das Porträt zeige, dass die «ehrwürdige NYT» einer der «Gründerväter des Patriarchats» sei, schrieb die Sängerin weiter. «Und ich sage: Tod dem Patriarchat, das tief in der Struktur unserer Gesellschaft verankert ist.»

«Ich bereue, Zeit mit der Journalistin verbracht zu haben»

Sie habe «Tage und Stunden und Monate» mit der Autorin des Artikels, der Journalistin Vanessa Grigoriadis, verbracht und ihr Zugang zu einer Welt verschafft, die vielen Menschen verschlossen bleibe, schreibt Madonna. «Ich bereue, auch nur fünf Minuten mit ihr verbracht zu haben. Ich fühle mich vergewaltigt. Und ja, ich darf diese Analogie verwenden, weil ich mit 19 vergewaltigt wurde.»

In dem «NYT»-Porträt beschrieb Grigoriadis, wie Madonna auf dem Höhepunkt ihrer Karriere in den 1980er Jahren als «höchst autobiografischer, über-selbstbestimmter, hypersexualisierter weiblicher Popstar» zu einem dominanten Vorbild der Weiblichkeit in den USA geworden sei. Inzwischen sei sie aber eine Sechzigjährige, die ihren Platz zwischen Künstlern suche, die «zwei Generationen jünger» seien. (chk/afp)

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