Aktualisiert 18.01.2017 11:47

Roger Federer

«Ich fühlte mich am Ende nicht mehr so gut»

Das zweite erfolgreiche Einzel von Roger Federer am Australian Open offenbart vor dem Duell gegen Tomas Berdych einige Schwächen.

von
sr
1 / 6
Ohne Satzverlust weiter: Roger Federer steht nach dem 7:5, 6:3, 7:6 (7:3) gegen Noah Rubin in der dritten Runde des Australian Open.

Ohne Satzverlust weiter: Roger Federer steht nach dem 7:5, 6:3, 7:6 (7:3) gegen Noah Rubin in der dritten Runde des Australian Open.

Keystone/AP Photo/Dita Alangkara
Der Gegner aus den USA: Noah Rubin (ATP 200) hat sich durch die Qualifikation gekämpft und steht nun erstmals auf der ganz grossen Bühne.

Der Gegner aus den USA: Noah Rubin (ATP 200) hat sich durch die Qualifikation gekämpft und steht nun erstmals auf der ganz grossen Bühne.

Keystone/AP Photo/Dita Alangkara
Federer gefordert: Der 20-jährige Amerikaner macht dem 17-fachen Grandlam-Champion das Leben schwer und fordert ihn besonders in den Grundlinienduellen.

Federer gefordert: Der 20-jährige Amerikaner macht dem 17-fachen Grandlam-Champion das Leben schwer und fordert ihn besonders in den Grundlinienduellen.

Keystone/AP Photo/Dita Alangkara

Auf dem Papier sieht der Sieg von Roger Federer gegen Noah Rubin (ATP 200) nach einem ungefährdeten Dreisätzer aus. Bei genauer Betrachtung hatte der Schweizer gegen den 20-jährigen US-Amerikaner immer wieder einige heikle Phasen zu überstehen. «Es war kein schönes Spiel, es war viel mehr ein Kampf für mich», sagte Federer nach dem 7:5, 6:3, 7:6 und zeigte sich von seinem Gegner beeindruckt. «Ich kenne Noah ein bisschen. Er ist ein grossartiger Kämpfer, er hat grossartige Beine und er ist aggressiv am Ball.»

Diese Aggressivität machte Federer immer wieder zu schaffen. «Er hatte auf der Grundlinie die Oberhand, ich hätte mir gewünscht, dass ich im Angriff stärker bin.» Besondere Mühe bekundete Federer beim Versuch aus der Defensive in die Offensive zu schalten.

Zudem fehlte dem 35-jährigen Baselbieter zum Schluss der Partie die Frische in den Beinen. «Ich fühlte mich am Ende nicht mehr so gut», gab Federer denn auch unumwunden zu. «Ich hatte einige schwierige Momente, aber das sind genau die Dinge, durch die ich mich jetzt durchkämpfen muss, um hier im Turnier zu bleiben.»

Insgesamt hatte Federer bei 48 Winnern auch 41 unerzwungene Fehler zu beklagen. «Mein Aufschlag hat mich im Spiel gehalten», so Federer, der mit dem ersten Service mehr als 80 Prozent der Punkte gewann. Der Grund: «Ich fühlte mich konstanter und besser konzentriert als im ersten Spiel gegen Melzer.»

Berdych – der erste Härtetest

Den fehlenden Druck von der Grundlinie machte Federer immer wieder mit überraschenden Vorstössen ans Netz wett. Fraglich ist, ob dieses Rezept nun in Runde 3 gegen Tomas Berdych, der sich bei Passierbällen besonders wohlfühlt, auch von Erfolg gekrönt sein wird. Die Basis zum Erfolg muss sich Federer fortan hinter der T-Linie erarbeiten.

Unabhängig von der Strategie spricht die Statistik für den 17-fachen Grand-Slam-Sieger – besonders in Melbourne. An keinem anderen Turnier haben Federer und Berdych öfter gegeneinander gespielt wie am Australian Open. Alle drei Duelle hat Federer für sich entschieden, besonders gute Erinnerungen hat er an das vergangene Jahr, als er den 31-jährigen Tschechen nach einem harten Tiebreak klar in drei Sätzen besiegen konnte.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.