Volker Neumüller: «Ich gehe mit allen Kandidaten respektvoll um»
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Volker Neumüller«Ich gehe mit allen Kandidaten respektvoll um»

In einem Interview sprach Juror Volker Neumüller über die Kandidaten der Castingshow «Deutschland sucht den Superstar», über Helmuts Drogenrückfall und über den «blasphemischen» Stefan Raab, der nicht besser sei als er.

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sim

Volker Neumüller gehört zu den drei Juroren von «Deutschland sucht den Superstar». Im Interview mit «Welt Online» beantwortete Dieter Bohlens Kollege Fragen zu «DSDS» und Stefan Raabs Castingshow «Unser Star für Oslo».

«Drogen haben bei DSDS nichts zu suchen. Ein Bierchen ist mal in Ordnung. Werden es mehrere, ist es schon problematisch», so der Juror über den Drogenrückfall von Ex-Kandidat Helmut. Er habe nichts von den Angewohnheiten des Kandidaten mitbekommen, sagte er weiter. «Es ist nahezu unmöglich, zu allen Kandidaten eine gleichwertige soziale Bindung herzustellen. Sonst wird es wettbewerbsverzerrend. Deswegen lassen wir es.»

Eine Sucht könne sich kein Teilnehmer leisten, so Neumüller: «Der Tag eines Musikers hat 14 bis 18 Stunden. Wenn man nicht topfit ist und Drogen nimmt, zollt das irgendwann seinen Tribut. Schauen wir uns Robbie Williams an.» Dass seine Schützlinge immer mal wieder in den ein oder anderen Skandal verwickelt sind, hält der Juror für einen Zufall: «Wir haben zu Beginn keine tiefgreifenden persönlichen Informationen über die Kandidaten und beurteilen nur das Talent.»

«Inszeniertes Abwatschen armer Seelen»

Des Öfteren werden die beiden Castingshows «DSDS» und «Unser Star für Oslo» verglichen. Stefan Raab bezeichnete die RTL-Sendung einmal als «Inszeniertes Abwatschen armer Seelen». Der 30-jährige RTL-Konkurrent konterte im Interview: «Das ist von Stefan Raab blasphemisch. Was macht er denn in seiner Sendung 'TV Total'? In seiner alten Show 'Vivasion' schlug er Leuten mit einem Gummihammer auf den Kopf oder setzte sie auf ein Schaukelpferd.»

Wenn er selbst bei DSDS dem Kandidaten Thomas «Checker» Karaogluan gesagt hat, er solle «die Fresse halten», sei das jedoch etwas anderes. «Das ist der Sprachjargon, in dem der Checker lebt. Ich gehe mit allen Kandidaten respektvoll um. Und das ist auch so bei ihm angekommen.»

Was die «Unser Star für Oslo»-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut betrifft, bleibt Neumüller kritisch: «Da ich mir [beim ESC] selbst ein blaues Auge geholt habe, bin ich vorsichtig mit meiner Vorhersage», so der Musikproduzent. «Doch Lena ist ein besonderes Mädchen. Ich hoffe, die Europäer erkennen ihren Charme».

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