Olly Murs: «Ich gehe nicht mit Groupies ins Bett»

Aktualisiert

Olly Murs«Ich gehe nicht mit Groupies ins Bett»

Der britische Mädchenschwarm tourt derzeit an der Seite von Robbie Williams durch Europa. Wir haben den Sänger in Zürich zum Interview getroffen.

von
Lucien Esseiva

Olly Murs, denken Sie manchmal, Sie träumen?

Es ist überwältigend, dass ich mit Robbie Williams auf Tour sein kann und in so grossen Stadien spiele. Ich bin sehr dankbar und stolz. Vielleicht werde ich nie mehr so grosse Konzerte geben können.

Wie haben Sie Robbie kennen gelernt?

Bei «X-Factor». Ich war Teilnehmer und wir haben zusammen «Angels» performt. Seither sind wir befreundet.

Robbie sagt, dass er viel von sich in Ihnen erkennt. Wie meint er das?

Wir haben beide einen extrem ähnlichen Charakter, wir lachen zum Beispiel über dieselben Witze.

Was unterscheidet Sie?

Robbie ist viel unverblümter als ich. Er sagt direkt was er denkt und nimmt kein Blatt vor den Mund. Ich hingegen bin viel anständiger und halte mich eher mal zurück.

Sie sind zehn Jahre jünger als Robbie. Können Sie von ihm lernen?

Jedes mal, wenn ich ihn auf der Bühne performen sehe, denke ich Wow! Er ist so gut, dass er mich immer wieder aufs Neue anspornt, noch besser zu werden.

Nervt es manchmal, auf der Robbie Tour nur die zweite Geige zu spielen?

Wie gesagt, ich bin stolz auf der «Take The Crown Tour» dabei zu sein. Aber natürlich hoffe ich, dass eines Tages mein Name ganz oben auf den Plakaten steht.

Ihre Karriere begann bei der Casting-Show «X-Factor». Oft wird gesagt, dass Casting-Stars nichts taugen. Was halten sie von einer solchen Aussage?

Das ist absoluter Blödsinn. Klar gibt es Pop-Produkte, die gezwungen werden etwas zu sein, was sie nicht sind. Aber daneben gibt es Menschen wie mich, die einfach Künstler sind. Ich bin erfolgreich, weil ich bin, wie ich bin.

Wir Schweizer haben ein Problem. Unsere Castingshow-Gewinner haben kaum Erfolg. Können Sie uns einen guten Tipp geben, wie wir das ändern können?

Es geht nur um eines: Gute Songs! Bevor ich meinen Song «Heart Skips a Beat» hatte, kannte mich bei euch kein Mensch. Und dann schoss der Track auf Platz eins und plötzlich war ich bekannt. Also Schweizer: Schreibt gute Songs, dann klappt es auch mit dem Erfolg.

Ist es cool ein Star zu sein?

Ja, klar! Ich wollte immer ein Star sein und erfolgreich Musik machen. Ich liebe es.

Ist da auch eine dunkle Seite?

Natürlich. Wie in jedem anderen Job auch. Manchmal habe auch ich keine Lust morgens aufzustehen. Oder ich rege mich auf, wenn einen Zeitung Mist über mich schreibt, Paparazzi vor dem Club stehen, wenn ich betrunken rauskomme. Aber das ist nun mal Teil meines Jobs.

Lassen sie uns ein kleines Fragespielchen machen.

Fussballplatz oder Bühne?

Fussballplatz! Ich habe immer Fussball gespielt und wäre beinahe Profi geworden. Hätte ich heute noch mal die Chance dazu, ich würde es sofort machen.

Stadion oder Club-Gig?

Stadion. Vor ein paar Wochen hätte ich wohl noch Club-Gig gesagt. Da ich aber jetzt weiss, wie es sich in einem so dermassen grossen Stadion anfühlt – definitiv Stadion. Es gibt kein besseres Gefühl auf der Welt.

Bier oder Wein?

Ich würde sagen Bier. Aber je älter ich werde, desto lieber mag ich Wein. Momentan bin ich aber noch ein Bierliebhaber. Am liebsten trinke ich Budweiser.

Robbie Williams oder Justin Timberlake?

Robbie, weil ich ihn persönlich kenne, ihn bewundere, weil er ein guter Typ ist. Und natürlich auch, weil er aus England kommt.

Freundin oder Groupie?

Freundin. Ich habe natürlich Groupies. Aber das sind Fans, die mir nachreisen, an alle meine Konzerte kommen. Ich fände es nicht in Ordnung mit ihnen ins Bett zu gehen. Das würde ihnen Hoffnung machen, dass da mehr ist. Ich breche nicht gerne Herzen.

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