NHL-Star Nico Hischier - «Sonst müssten wir gar nicht starten»
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NHL-Star Nico Hischier«Ich glaube an die Playoffs, sonst müssten wir gar nicht starten»

Der Schweizer Nico Hischier ist der jüngste Captains in der NHL. Der 22-jährige Walliser startet mit einem jungen Team am Samstag in die neue Saison.

von
Adrian Hunziker
Nils Hänggi
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Der Captain der New Jersey Devils ist der jüngste der ganzen Liga: Nico Hischier ist erst 22, aber bereits der Anführer der Teufel. 
Die neun Schweizer in der NHL.

Der Captain der New Jersey Devils ist der jüngste der ganzen Liga: Nico Hischier ist erst 22, aber bereits der Anführer der Teufel.

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Das C prangt stolz von der Brust: Roman Josi (31) ist der Captain der Nashville Predators. 

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Nino Niederreiter startet in seine vorerst letzte Saison mit den Carolina Hurricanes – der Churer spielt um einen neuen Vertrag. 

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Darum gehts

  • Nico Hischier startet mit seinen New Jersey Devils am Samstag in die neue NHL-Saison.

  • Der 22-jährige Captain will mit einem jungen Team die Playoffs erreichen.

  • Im Interview mit 20 Minuten spricht der Walliser auch über die Olympischen Spiele.

Nico Hischier, die neue NHL-Saison steht an – wie ist Ihre Gefühlslage?

Ich freu mich riesig. Ich glaube, wir haben ein gutes Team, wir haben einige neue Spieler bekommen. Ich freue mich, dass etwas Normalität zurückkommt, mit den Fans beispielsweise.

Es soll wieder eine «normale» Saison werden. Wie gross sind die aktuellen Corona-Restriktionen?

Wir Spieler müssen uns noch alle 72 Stunden testen lassen, aber mehr oder weniger ist es wieder normal.

Und wie sieht es mit der Impfquote in Ihrem Team, den Devils, aus? Sind alle geimpft?

Wir haben noch einen ungeimpften Spieler, der hat sich aber noch nicht entschieden (der Nummer-1-Goalie Mackenzie Blackwood, Red.). Es gibt im Team keine Debatte um das Thema. Es ist sein Entscheid – und es sieht aktuell sogar danach aus, dass er sich noch impfen wird.

Dieses Mal gehen Sie fit in die Saison. Wie steht es genau um Ihren physischen Zustand?

Ich bin gesund, meine Verletzungen habe ich letzte Saison durchgestanden.

An der WM im Frühling reüssierte Nico Hischier mit der Schweizer Nati.

SRF

Denken Sie noch an Ihre Verletzungen? In der letzten Saison bekamen Sie etwa einen Puck an den Kopf und fielen wochenlang aus …

Nein, eigentlich nicht. Sobald man wieder im Spiel ist, das Adrenalin pumpt, dann denkt man nicht mehr daran.

Sie sind noch immer der jüngste Captain der Liga. Kurz nach der Ernennung meinten Sie im Interview mit 20 Minuten: «Ich bin noch der gleiche Typ. Ich bleibe, wie ich bin.» Wie sieht es nun aus?

Captain zu sein, ist sicherlich immer noch cool, eine Ehre. Aber es ist nichts, was für mich im Vordergrund steht. Wichtig wird sein, dass ich dem Team helfen kann, eine gute Saison zu spielen.

Schauen wir auf die aktuelle Saison. Zu Beginn spielen Sie mit den Devils gegen die Blackhawks. Was sind Ihre persönlichen Ziele für die Saison? Und mit dem Team?

Wir wollen sicher die Playoffs erreichen. Und für mich sind auch die Olympischen Spiele in Peking ein Ziel. Das wird ein cooles Ereignis, das man nie mehr vergisst.

Denkt man da schon jetzt dran?

Im Hinterkopf sicher, es ist ein Traum, an den Spielen teilzunehmen. Aber es geht ja noch einige Zeit, bis es losgeht. Aktuell steht für mich der NHL-Saisonstart im Fokus.

Sie sind ehemaliger Nummer-1-Draftpick, der jüngste Captain in der NHL. Kurz: Von Ihnen wird viel erwartet. Wie gross ist der Druck?

Druck verspürte ich bereits in meinem ersten Jahr. Ich kenne den und kann damit umgehen. Jeder Spieler eines professionellen Teams verspürt Druck, das ändert sich nicht. Ich versuche, diesen Druck in positive Energie umzuwandeln.

Helfen Ihnen Übungen dabei?

Ich versuche, mich auf meine Dinge, auf das Wesentliche zu konzentrieren und nicht zu viel zu lesen und auf Einflüsse von aussen zu hören.

Wo stehen die Devils im Vergleich zum letzten Jahr?

Wir sind immer noch ein junges Team, aber wir haben, wie gesagt, neue Spieler erhalten, die uns helfen. Ich habe das Gefühl, wir sind eine bessere Mannschaft wie noch letzte Saison. Wir müssen uns nicht verstecken und jeweils versuchen, unser Spiel zu spielen.

Sie haben es selbst angesprochen: Die Devils sind ein junges Team. Was sind da die Vor- und Nachteile?

Mit einem jungen Team sind die Erwartungen nicht so hoch, der Druck, eine bessere Saison zu bestreiten, ist trotzdem da.

Sie wollen mit einem jungen Team die Playoffs erreichen – ist das realistisch?

Ja, ich glaube daran, sonst müssten wir gar nicht in die Saison starten.

Sie haben mit Jonas Siegenthaler einen Schweizer Teamkollegen. Wie wichtig ist das für Sie?

Das ist sehr cool, ich freute mich riesig, als er zu uns getradet wurde (im Laufe der letzten Saison, Red.). Es ist immer cool, wenn man einen Landsmann im Team hat. Wir haben es gut zusammen.

Goalie Akira Schmid wurde in die AHL versetzt. Was können Sie zum 21-jährigen Schweizer sagen?

Ich habe ihn nur kurz gesehen und er war trotz Versetzung optimistisch gestimmt. Das finde ich super, er wird seine Sache auch in der AHL gut machen.

Kürzlich lobte Sie Nati-Captain Roman Josi in einem Interview. Er sagte: «Nico ist jetzt Captain in New Jersey und verfügt über eine Menge Talent und Erfahrung. Ich hoffe, er schiesst das Siegtor zum Olympia-Sieg.» Wie gehen Sie mit Lob um?

Ich habe das erst jetzt durch Sie erfahren … Wenn das Spieler sagen, zu denen man früher aufschaute, die man als Vorbild hatte, gibt das ein gutes Gefühl und man will so weitermachen wie bisher.

Zum Schluss: Was ist Ihr Tipp für den Saisonauftakt der Devils gegen die Chicago Blackhawks am Samstag?

5:2 für uns.

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