Aktualisiert 18.12.2019 10:04

Greta Thunberg

«Ich glaube, sie fühlen sich von uns einfach bedroht»

Die Klimaaktivistin hat auf Twitter eine Botschaft für ihre Hater hinterlassen. Sie könne einfach nicht verstehen, wieso Erwachsene über Teenager und Kinder herziehen müssten.

von
doz
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Das Thema ist ihr wichtig – und wenn Greta Thunberg vom Klima spricht, dann zeigt ihr Ausdruck ganz genau, was sie dazu meint: Die 16-Jährige ist hässig, dass Staatsschefs auf der ganzen Welt zu wenig für den Klimaschutz tun.

Das Thema ist ihr wichtig – und wenn Greta Thunberg vom Klima spricht, dann zeigt ihr Ausdruck ganz genau, was sie dazu meint: Die 16-Jährige ist hässig, dass Staatsschefs auf der ganzen Welt zu wenig für den Klimaschutz tun.

Lucas Jackson
In einer hochemotionalen Rede am 23. September 2019 beim Klimagipfel in New York hat die Aktivistin den Regierungschefs mangelnde Handlungsbereitschaft vorgeworfen.

In einer hochemotionalen Rede am 23. September 2019 beim Klimagipfel in New York hat die Aktivistin den Regierungschefs mangelnde Handlungsbereitschaft vorgeworfen.

Lucas Jackson
«Wie konntet ihr es wagen, meine Träume und meine Kindheit zu stehlen mit euren leeren Worten?», fragte die 16-jährige Schwedin am Montag in ihrer Rede mit Tränen in den Augen.

«Wie konntet ihr es wagen, meine Träume und meine Kindheit zu stehlen mit euren leeren Worten?», fragte die 16-jährige Schwedin am Montag in ihrer Rede mit Tränen in den Augen.

Getty Images/Spencer Platt

Die junge Klimaaktivistin Greta Thunberg hat sich in einem längeren Twitter-Thread zu Wort gemeldet, in welchem sie sich an ihre Hater wendet. Diese seien momentan besonders aktiv, schreibt die 16-Jährige. «Sie ziehen über mich, mein Aussehen, meine Kleider, mein Verhalten und mein Anderssein her. Sie erfinden jede nur mögliche Lüge und Verschwörungstheorie.»

Weiter heisst es: «Es scheint, als ob sie gewillt sind, jegliche Grenze zu überschreiten, um den Fokus abzuwenden, da sie so verzweifelt sind, nicht über das Klima und die ökologische Krise zu sprechen. Anders zu sein ist keine Krankheit und die momentan verfügbare Wissenschaft ist keine Meinungssache – es ist eine Tatsache. »

Sie verstehe nicht, wieso Erwachsene ihre Zeit damit verbringen würden, Teenager und Kinder wegen ihrer Unterstützung für die Wissenschaft zu verspotten und zu bedrohen, wenn sie stattdessen etwas Gutes tun könnten. «Ich glaube, sie fühlen sich von uns einfach bedroht.»

Zum Schluss schreibt sie: «Aber verschwendet eure Zeit nicht damit, ihnen noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Die Welt wacht auf. Veränderung wird kommen, ob es ihnen gefällt oder nicht. Ich werde euch am Freitag auf den Strassen sehen!»

Erst vor wenigen Tagen hielt die junge Aktivisitn am Klimagipfel in New York eine emotionale Rede. Dort kreuzte sich ihr Weg auch kurzzeitig mit jenem von Donald Trump, der das Mädchen wenig später auf Twitter verhöhnte. Im Anschluss an den Klimagipfel wurde die Woche vom 20. bis 27. September als «Week for Future» ausgerufen, die am Freitag in weltweiten Klimastreiks kulminieren soll.

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