Ich google, also bin ich
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Ich google, also bin ich

Immer mehr Internet-User suchen sich selbst im Internet. Und dabei gucken sie auch gleich nach ihren Freunden, Kollegen und anderen Menschen.

Wie aus einem Bericht des Pew Internet and American Life Projects hervorgeht, haben 47 Prozent der erwachsenen US-Bürger schon einmal eine Suchmaschine wie Google genutzt, um zu sehen, welche Information es über sie im Internet gibt.

Das ist zwar mehr als doppelt so viel wie 2002, als 22 Prozent Nachforschungen in eigener Sache betrieben, Pew-Forscherin Mary Madden zeigte sich aber überrascht, dass der Anteil nicht stärker gestiegen ist. «Da ist immer noch ein grosser Anteil der Internet-Nutzer, der noch nie so etwas Einfaches getan hat, wie den eigenen Namen in eine Suchmaschine einzugeben», sagte Madden. Dabei veröffentlichen wir selbst immer mehr Informationen über uns online oder sie werden über uns verbreitet.

Rund 60 Prozent der befragten Internet-Nutzer erklärten, sie machten sich keine Sorgen über die Informationen, die über sie online verbreitet würden. Bei den Amerikanern, die jünger als 50 Jahre sind, eine bessere Ausbildung und ein höheres Einkommen haben, war die Suche nach sich selbst verbreiteter - in einigen Fällen auch deshalb, weil sie für ihren Job eine bestimmte Online-Persönlichkeit brauchten.

Der Pew-Studie zufolge haben 53 Prozent der Erwachsenen schon einmal nach jemand anderem gesucht - Stars und Sternchen ausgenommen. Bei Frauen war es zudem wahrscheinlicher, dass sie nach Informationen über jemanden suchen, mit dem sie eine Verabredung haben. Für die Studie wurden 1623 Internetnutzer telefonisch befragt.

(AP/mbu)

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