Region Zürich: «Ich hab eh nix Besseres zu tun, als zu shoppen»
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Region Zürich«Ich hab eh nix Besseres zu tun, als zu shoppen»

Um Gutscheine einzulösen oder aus Langeweile: Am ersten Verkaufstag nach Weihnachten stürmten Zehntausende die Läden – dem Schneemangel in den Bergen sei Dank.

von
rom

Shopper am Dienstag in der Zürcher Innenstadt. (Video: wed/rom)

Der 27. Dezember gehört im Detailhandel zu den umsatzstärksten Tagen des Jahres. Kein Wunder: Die meisten Läden waren die zwei Tage davor geschlossen und viele starten mit dem Sale. Zwar begann der Dienstagmorgen noch verhalten, doch am Nachmittag füllten sich die Parkhäuser und Läden der Zürcher City.

«Den ersten Ausverkaufstag will ich nicht verpassen und von Schnäppchen profitieren», sagt etwa Quendresa Jaha (28) aus Rüti. Piet Reimann (16) aus Mönchaltorf hingegen gibt unverblümt – wenn auch mit einem Schmunzeln – zu: «Ich hab eh nix Besseres zu tun, als zu shoppen.»

30'000 Kunden im Glatt

Das hören die Laden- und Centerbetreiber natürlich gerne: «Wir hatten zwar wegen des schönen Wetters zunächst Bedenken bezüglich des Ansturms, doch das Parkhaus war den ganzen Dienstag über zu 90 Prozent ausgelastet», sagt etwa Rageth Clavadetscher, Leiter des Glattzentrums in Wallisellen.

Rund 30'000 Kunden zählte man – für einen Dienstag ist das viel. Auch das Weihnachtsgeschäft lief gemäss Clavadetscher gut: «Der 23. Dezember war bei den Food-Anbietern sogar ein Rekordtag.» Ähnlich erfreuliche Umsätze erhofft er sich nun vom Sale: «Wir haben diesen extra so früh wie noch nie beworben.»

Gutscheine für eine halbe Million

Der Sale soll auch im Shoppi Tivoli Spreitenbach die Kassen weiter klingeln lassen. Am Dienstag nach Weihnachten waren die Parkhäuser laut Centerleiter Patrick Stäuble ab Mittag voll: «Der Schneemangel hält wohl viele von einem Spontanbesuch in den Bergen ab, das kommt uns zugute.»

Viele Kunden würden nun Gutscheine einlösen. «Wir haben im Dezember für eine halbe Million Franken Center-Gutscheine verkauft, so viele wie noch nie», sagt Stäuble. Überhaupt sei das Weihnachtsgeschäft bislang ein Erfolg gewesen – und das soll bis Samstag so bleiben. Stäuble: «Die Temperaturen draussen werden von Tag zu Tag tiefer – das ist ideal für ein Shopping-Center.»

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