Aktualisiert 23.06.2017 06:53

Mona Vetsch gibt das Mikro ab«Ich habe 17 Jahre lang immer 3 Wecker gestellt»

Schon seit 2000 war Mona Vetsch die Stimme der Morgensendung von SRF 3. Nun übergibt die Thurgauerin an Tina Nägeli. Im Interview blickt sie zurück und nach vorn.

von
lme
1 / 6
Das ist die erste Autogrammkarte der jungen Mona Vetsch von vor 17 Jahren. Damals übernahm sie die Morgensendung von SRF 3.

Das ist die erste Autogrammkarte der jungen Mona Vetsch von vor 17 Jahren. Damals übernahm sie die Morgensendung von SRF 3.

SRF
Nun, am 23. Juni – ihrem 42. Geburtstag – übergibt sie das Mikrofon an ihre Nachfolgerin Tina Nägeli.

Nun, am 23. Juni – ihrem 42. Geburtstag – übergibt sie das Mikrofon an ihre Nachfolgerin Tina Nägeli.

SRF
Nach ihren 1500 Morgensendungen wird sich Mona Vetsch dem TV-Projekt «SRF Heimatland – Mona mittendrin». Ausserdem werde sie 2018 zu SRF 3 zurückkehren. «Einfach zu neuer Tageszeit», wie Vetsch auf Srf.ch schreibt.

Nach ihren 1500 Morgensendungen wird sich Mona Vetsch dem TV-Projekt «SRF Heimatland – Mona mittendrin». Ausserdem werde sie 2018 zu SRF 3 zurückkehren. «Einfach zu neuer Tageszeit», wie Vetsch auf Srf.ch schreibt.

Oscar Alessio

Mona Vetsch, du bist noch bis heute um 11 Uhr zum letzten Mal auf Sendung. Wirkt dein Herz schon ein bisschen schwer?

Natürlich. Aber noch schwerer sind meine Augenlider.

Worauf freust du dich heute?

Auf die Bands, die heute unüblich früh aufstehen, um als Surprise-Act im SRF-3-Morgen zu spielen.

Welchen Song spielst du als allerallerallerletzten Song?

Vielleicht von Jeans Team «Segel Dein Schiff» mit dem Refrain: «Das Schönste, was du machen kannst im Leben, ist schlafen.»

Was ist das Erste, was du nach der letzten Moderation machen wirst?

Vom Kaffee zum Bier wechseln.

Wie lange schläfst du am Samstag aus?

Gar nicht. Frühdienst ist wie Jetlag. Man erwacht tags darauf zu Unzeiten und liegt dumm im Bett herum.

Was wirst du am meisten vermissen?

Die Action der Morgenshow und den Kontakt mit den vielen Morgenmenschen da draussen.

Wie hast du es geschafft, immer so früh aus den Federn zu kommen?

Das frage ich mich auch.

Was war dein Ritual am frühen Morgen?

Autoschlüssel oder Badge oder Agenda suchen. Meistens alles zusammen.

Wie viele Tassen Kaffee brauchte es, bis Mona Vetsch parat für den Äther war?

Mindestens eine, aber mit viel Milch. Schwarz hat mir mein geplagter Magen abgewöhnt.

Was war der bewegendste Moment in 17 Jahren Morgensendung?

So einen gabs immer um zehn vor acht im Morgenspiel «ABC SRF 3». Du jubelst und leidest intensiv mit den Hörern mit.

Was war der schlimmste Moment?

Der Morgen nach dem Carunglück 2012 im Wallis, bei dem so viele Kinder ums Leben gekommen waren. Das habe ich fast nicht ertragen.

An welche Panne erinnerst du dich nur ungern?

Ich erinnere mich an alle gern. Pannen am Radio sind immer ein Gewinn für die Hörer. Schadenfreude ist die schönste Freude.

Hast du mal verschlafen?

Klar. Ich war zu lang im Ausgang und bin erwacht, als die Sendung längst lief. Peinlicherweise war es erst mein zweiter Frühdienst! Danach hab ich 17 Jahre lang drei Wecker gestellt.

Warst du mal ein bisschen verkatert am Morgen?

Nein. Aber ein Schlafmanko über mehrere Tage wirkt in den schlechten Momenten wie ein Kater und in den besten wie Weihnachten, Geburtstag und frisch verliebt zusammen.

Hast du einen ultimativen Tipp für deine Nachfolgerin Tina Nägeli?

Nicht nötig, sie wird das Ding rocken. Aber ich schenke ihr zum Abschied meinen Concealer. Für die Augenringe.

Wirst du als Ex-Morgensendung-Moderatorin ohne Wehmut am Morgen SRF3 einschalten können?

Das hoffe ich doch schwer!

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.