Jürg Marquard: «Ich habe 4 Stewardessen, da wäre ein Streik blöd»
Aktualisiert

Jürg Marquard«Ich habe 4 Stewardessen, da wäre ein Streik blöd»

Der Verleger Jürg Marquard sprach in einem Interview über den Frauenstreik und seine vier Stewardessen. Auf Twitter folgte ein Sturm der Entrüstung.

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Ein Interview mit Medienunternehmer und Selfmade-Millionär Jürg Marquard (73) in der aktuellen «Weltwoche» gibt zu reden. Besonders folgende Aussage zum Frauenstreik sorgt auf Twitter für rote Köpfe: «Der Frauenstreik würde mich schwer treffen. Warum? Ich habe vier Stewardessen.»

Ein Interview mit Medienunternehmer und Selfmade-Millionär Jürg Marquard (73) in der aktuellen «Weltwoche» gibt zu reden. Besonders folgende Aussage zum Frauenstreik sorgt auf Twitter für rote Köpfe: «Der Frauenstreik würde mich schwer treffen. Warum? Ich habe vier Stewardessen.»

Keystone/Alessandro Della Bella
Im Interview mit der «Weltwoche» wird deutlich, dass er nicht viel vom Frauenstreik hält und im Mann den Ernährer der Familie sieht: «Und dann gibt es einen Männerstreik, bei dem die Männer an dem Tag kein Geld verdienen, und den Familien wird das Haushaltsbudget gekürzt. So etwas ist doch Bullshit.»

Im Interview mit der «Weltwoche» wird deutlich, dass er nicht viel vom Frauenstreik hält und im Mann den Ernährer der Familie sieht: «Und dann gibt es einen Männerstreik, bei dem die Männer an dem Tag kein Geld verdienen, und den Familien wird das Haushaltsbudget gekürzt. So etwas ist doch Bullshit.»

Keystone/Alessandro Della Bella
Zahlreiche Twitter-User zeigen sich empört. Die Journalistin und Fernsehmoderatorin Gülsha Adilji fragte auf Twitter: «Ich hoffe, es ist ein Witz?!» Und User @redder66: «Ja, man kann beim Thema Frauenstreik den Fokus auch auf einen sexistischen, etwas schmierigen, alten Alt-68er richten, der seine Prinzipien längst verramscht hat.»

Zahlreiche Twitter-User zeigen sich empört. Die Journalistin und Fernsehmoderatorin Gülsha Adilji fragte auf Twitter: «Ich hoffe, es ist ein Witz?!» Und User @redder66: «Ja, man kann beim Thema Frauenstreik den Fokus auch auf einen sexistischen, etwas schmierigen, alten Alt-68er richten, der seine Prinzipien längst verramscht hat.»

Keystone/Peter Klaunzer

Ein Interview mit Medienunternehmer und Selfmade-Millionär Jürg Marquard (73) in der aktuellen «Weltwoche» gibt zu reden. Besonders seine Aussagen zum Frauenstreik sorgen auf Twitter für rote Köpfe. Der «Weltwoche»-Journalist Rico Bandle tweetete folgenden Abschnitt gestern Abend: «Jürg Marquard: ‹Der Frauenstreik würde mich schwer treffen.› - ‹Warum?› - ‹Ich habe vier Stewardessen.›»

Die Journalistin und Fernsehmoderatorin Gülsha Adilji wurde auf den Tweet aufmerksam: «Ich hoffe, es ist ein Witz?!»

«Ich habe vier Stewardessen, da wäre ein Streik blöd»

Als Marquard im Interview auf den bevorstehende Frauenstreik angesprochen wurde, gab er sich unwissend: «Gibt es einen Frauenstreik? Davon habe ich noch nie gehört. Weshalb streiken sie?» Marquards Unverständnis scheint gross. Deutlich wird, dass er nicht viel vom Frauenstreik hält und im Mann den Ernährer der Familie sieht: «Und dann gibt es einen Männerstreik, bei dem die Männer an dem Tag kein Geld verdienen, und den Familien wird das Haushaltsbudget gekürzt. So etwas ist doch Bullshit.» So meint Marquard abschliessend, dass der Streik glücklicherweise nicht international sei. «Das würde mich schwer treffen. Ich habe vier Stewardessen auf meiner Jacht. Da wäre ein Streik blöd.»

Zahlreiche Twitter-User zeigen sich empört. So schreibt @redder66: «Ja, man kann beim Thema Frauenstreik den Fokus auch auf einen sexistischen, etwas schmierigen, alten Alt-68er richten, der seine Prinzipien längst verramscht hat.» User @MrClicko antwortet:

«Grüne Feministinnen haben die Schweiz noch nicht übernommen»

Marquard, der in Ungarn und Polen den «Playboy» herausgibt, zeigt sich im Interview zudem froh darüber, dass auch Schweizer Frauen nach wie vor stolz auf ihre Sexyness seien. «Die grünen Feministinnen haben die Schweiz zum Glück noch nicht übernommen», sagt er. So seien Schweizerinnen nach wie vor bemüht, schön und elegant zu sein.

«Donald Trump der Schweiz?»

Momentan ist Marquard als Investor auf dem Privatsender TV24 in der Sendung «Höhle der Löwen» zu sehen, wo ihn Jungunternehmer von ihren Start-ups zu überzeugen versuchen. Dies ist nicht seine erste Fernseherfahrung: Bereits 2005 stand Marquard in der SRF-Sendung «Traumjob» im Rampenlicht, wo er wie einst Donald Trump in «The Apprentice» einen Mitarbeiter suchte.

Doch den von der «Weltwoche» angestellten Vergleich zwischen ihm und Trump findet Marquard nicht angebracht: «Donald Trump zeichnet sich dadurch aus, dass er permanent lügt. Ich nicht. Ich habe nie Pleite gemacht, Trump hingegen mehrfach. Er hat viele Leute um ihr Geld gebracht.» Ausserdem habe er zwar die gleiche Sendung gemacht wie Trump, jedoch weniger aggressiv, so Marquard. «Am meisten verachte ich an Trump, dass er das Amt des US-Präsidenten entehrt hat. Es geht nicht, dass ein Präsident ständig so viel Quatsch in die Welt hinaustwittert. Und das ganz ohne Scham», so der Unternehmer.

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