Marija Milunovic: «Ich habe alles verloren, muss von null starten»
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Marija Milunovic«Ich habe alles verloren, muss von null starten»

Am Dienstagmorgen wurde die 17-jährige Marija Milunovic nach Serbien ausgeschafft. Nun sagt Marija, wie es ihr geht.

von
luh
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Marija Milunovic meldete sich gestern Abend via Facebook bei ihren Freunden.

Marija Milunovic meldete sich gestern Abend via Facebook bei ihren Freunden.

zvg
Mit dieser Nachricht bedankt sich Marija bei ihren Unterstützern und Gegnern.

Mit dieser Nachricht bedankt sich Marija bei ihren Unterstützern und Gegnern.

Screenshot Facebook
Marjia wurde am Montag, 13. Februar 2017 von der Polizei abgeholt und in Ausschaffungshaft genommen.

Marjia wurde am Montag, 13. Februar 2017 von der Polizei abgeholt und in Ausschaffungshaft genommen.

Facebook

«Wenn du durch die Hölle gehst, dann geh weiter. Gib niemals auf», mit diesem Spruch und einem Selfie wandte sich Marija Milunovic via Facebook an ihre Freunde. Die 17-Jährige wurde am Dienstagmorgen nach Serbien ausgeschafft. Dort wohnt sie nun vorübergehend in einem Hotel in Krusevac, da sie nicht bei ihrem Vater wohnen möchte.

In einem zweiten Post richtet sie das Wort an ihre Freunde, Unterstützer und Gegner: «Ich möchte mich herzlich bei allen bedanken, die mich unterstützen, und auch bei denen, die sich freuen, dass ich endlich nicht mehr in der Schweiz bin.»

Weiter schreibt Marija: «Es fällt mir schwer, darüber zu sprechen, was ich in den letzten Tagen erlebt habe. Ich bleibe weiterhin positiv und stark und hoffe sehr, dass das Beste erst noch kommt.» Sie sei dankbar, dass so viele Leute hinter ihr stehen würden, das gebe ihr viel Kraft und Stärke.

In Gedanken bei der Mutter

Auf Nachfrage von 20 Minuten zeigt sich, dass obwohl Marija versucht, stark zu bleiben, ihre Gefühle derzeit Achterbahn fahren: «Mir geht es elend. Ich habe alles verloren und muss von null wieder starten.» Zudem müsse sie ständig an ihre Mutter denken wie sie gegenüber FM1Today sagt. «Sie ist jetzt ganz allein, so wie ich.»

Die Verhaftung und die Zeit in Ausschaffungshaft haben Spuren hinterlassen. «Sie haben mich behandelt, als wäre ich eine Schwerkriminelle», so Marija zu FM1Today. Nicht einmal alleine zur Toilette habe sie gehen dürfen. Sie habe grosse Angst gehabt. Dabei habe sie doch nie etwas Verbotenes getan. «Ich will so schnell wie möglich wieder zurück zu meiner Mutter.»

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