ROOKIESTYLE: «Ich habe bei meinem ersten Mal den Orgasmus vorgetäuscht»
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ROOKIESTYLE«Ich habe bei meinem ersten Mal den Orgasmus vorgetäuscht»

Rookie Fynnsch hatte sein erstes Mal mit 18 Jahren. Reibungslos geklappt hat das aber so gar nicht.

von
Meret Steiger

Rookie Fynnsch spricht über sein erstes Mal Sex.

P. Stirnemann / 20 Minuten

«Ich hatte mein erstes Mal mit 18 Jahren», erzählt Rookie Fynnsch. «Ich war mit meiner damaligen Freundin schon seit fünf Monaten zusammen, sie wollte bis dahin aber keinen Sex.» Bei einem gemeinsamen TV-Abend mit Netflix hat sie ihre Meinung geändert: «Auf einmal hat sie gesagt, sie sei bereit, sie wolle mit mir schlafen. Ich konnte es kaum glauben und war mega aufgeregt.» Beim Vorspiel lief zwischen den beiden noch alles gut, danach wurde es aber schwieriger. Was bei Fynnschs erstem Mal alles schief gegangen ist, siehst du im Video.

Laut einer kanadischen Studie hat jeder vierte Mann schon einmal vorgetäuscht. Du auch?

Der Sexpert-Tipp

Corinne Rietmann, Fachperson für sexuelle Gesundheit. 

Corinne Rietmann, Fachperson für sexuelle Gesundheit.

GummiLove

Jeder Mensch ist anders und keine Maschine, es gibt also keinen Grund, sich für irgendwas zu schämen. Es gibt Männer, die kommen sehr schnell und andere nur schwer zum Orgasmus. Wichtig ist, dass man miteinander redet. Sex ist lernbar und kein Leistungssport, bei dem man nur punkten muss. Wichtig ist auch, dass man sich selbst nicht unter Druck setzt: Es ist völlig normal, dass man nicht immer gleich schnell kommt.

Der Penis besteht nicht nur aus dem äusseren sichtbaren Teil, sondern er geht auch noch weit nach innen, deshalb wird er von der Beckenbodenmuskulatur gesteuert. Durch Nervosität spannt sich oft das Becken an, was den Orgasmus dann zusätzlich erschweren kann. Es ist wichtig, beim Sex im Becken beweglich zu bleiben und sich nicht zu versteifen. Rollende, lockere Bewegungen und eine tiefe, fliessende Bauchatmung sind dabei sehr förderlich. Die Stosstechnik, also das «Rammeln», ist kontraproduktiv.

Beckenbodentraining kann sehr hilfreich sein und üben bei der Selbstbefriedigung schadet auch nicht. Dabei ist es allerdings wichtig, dass man verschiedene Techniken anwendet: Wenn du dir bei der Selbstbefriedigung ebenfalls ein steifes Becken angewöhnst und deine Hand die ganze Bewegung übernimmt, kann das beim Sex zu Orgasmusproblemen führen. Auch hier gilt, im Becken locker zu sein, Hand und Druckwechsel variieren, tiefe Atmung und mit verschiedenen Reizen (nicht immer nur mit Pornos) spielen.

Eure GummiLove-Sexpertin Corinne*
*Corinne Rietmann ist Fachperson für sexuelle Gesundheit und Projektleiterin Bildung und Prävention bei GummiLove.

Wer sind die GummiLove-Rookies?

Die GummiLove-Rookies berichten auf 20 Minuten über ihr Liebesleben und ihre Erlebnisse beim Daten. Sie sind zwischen 18 und 22 Jahre alt und engagieren sich als Botschafter für den Verein GummiLove. Dieser setzt sich für Sicherheit und Selbstbestimmung rund um das Thema Sex ein und ist an vielen Open Airs und Festivals mit dem Motto «Making Safe Love Sexy» präsent.

Bist du bereit für das GummiLove-Quiz mit Annie Taylor?

Die Zürcher Grunge-Rock-Band Annie Taylor ist seit kurzem Ambassador für Gummilove. Teste dein Wissen über Liebe, Sex und Verhütung mit Bassist Michi und Sängerin Gini, die dir Fragen rund um das erste Mal, das wildestes Mal oder die richtige Grösse stellen. Viel Spass beim Quiz!

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