Silber für Selina Gasparin: «Ich habe beim letzten Schuss gedacht ‹bitte›»
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Silber für Selina Gasparin«Ich habe beim letzten Schuss gedacht ‹bitte›»

Selina Gasparin schafft Historisches: Die Bündnerin gewinnt im Biathlon eine Olympia-Medaille. Dass dies ausgerechnet am Valentinstag passiert, passt zur Familie Gasparin.

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Selina Gasparin hat sich ihren Traum erfüllt! Die Bündnerin holt an den Olympischen Spielen im Biathlon sensationell Silber über 15 km. Zwei Weltcup-Siege konnte die 29-Jährige in diesem Winter bereits feiern, nun hat sie es in Sotschi gar auf das Olympia-Podest geschafft.

In Worte fassen konnte Gasparin ihren Triumph nicht recht. «Ich kann es noch nicht realisieren.» Ganz anders ging es ihren jüngeren Schwestern Elisa und Aita, welche beim Einzelrennen ebenfalls am Start waren und den 33. sowie 62. Rang belegten. «Sie haben schon ein paar Tränen verdrückt», erzählt Selina. Elisa hatte im Vorfeld auf die Frage, wer ihr persönlicher Olympia-Held sei, geantwortet: «Das werden wir noch sehen. Ich hoffe, dass meine Schwester Selina meine Olympia-Heldin wird.» Sie sollte Recht behalten.

Der Valentinstag ist ein Glückstag

Die ausgezeichnete Leistung an den Schiess-Ständen machte das Silberwunder erst möglich. In der Vergangenheit waren es oft Schiessfehler, welche ein gutes Resultat verunmöglichten. Ausgerechnet im wichtigsten Rennen ihrer bisherigen Karriere klappte es. «Ich habe enorm Freude, weil ich alle 20 Scheiben getroffen habe - das gab es noch nie! So wusste ich gar nicht, wie sich das anfühlt. Ich habe gezittert und jeweils beim letzten Schuss gedacht ‹oh bitte›!»

Weshalb es ausgrechnet am 14. Februar 2014 klappte, wusste Selina Gasparin nicht recht zu beantworten. «Vielleicht weil heute Valentinstag ist. Und weil meine Grossmutter und meine Cousine heute Geburtstag haben», verriet die 29-Jährige. Nicht nur ihre beiden Schwestern haben den Erfolg hautnah miterlebt. «Meine Eltern sind zum ersten Mal nach Russland gereist, um mitzufiebern. Es ist wunderbar, diesen Erfolg mit der ganzen Familie feiern zu können.» Da wird sich bestimmt noch Gelegenheit finden, diesen historischen Sieg im Kreis der Familie gebührend zu feiern.

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