Aktualisiert 05.02.2017 20:51

Tranquillo Barnetta«Ich habe die Messlatte wohl zu hoch gelegt»

Tranquillo Barnetta legt einen bärenstarken Auftritt hin. Trotzdem konnte der FC St. Gallen seinen Vaduz-Fluch nicht ablegen.

von
E. Tedesco
Vaduz

4643 Tage nach seinem letzten Spiel mit dem FCSG kehrte Tranquillo Barnetta in Vaduz in die Super League zurück. (Video: 20 Minuten)

Tranquillo Barnetta, den Vaduz-Fluch konnte der FC St. Gallen trotz Ihres starken Auftritts nicht besiegen. Wie zufrieden sind Sie mit der Leistung?

Tranquillo Barnetta: Sehr zufrieden. Auf die Leistung in der ersten Halbzeit können wir aufbauen, trotzdem hätten wir 2:0 oder sogar 3:0 führen müssen. Dann wäre das Spiel wohl auch gelaufen gewesen. Leider stand es nur 1:0, und wir haben Vaduz wieder aufkommen lassen, weil wir den Druck nicht aufrechterhalten konnten. Zum Glück haben sie nur ein Tor gemacht, denn sie hatten die eine oder andere Chance mehr.

Sie haben nun die ersten 90 Pflichtspielminuten nach Ihrer Rückkehr aus der MLS in der Super League hinter sich. Wie war es für Sie persönlich?

Es war schön. Die gewisse Nervosität, die da war und die ich aber auch sonst verspüre, brauche ich auch, sonst könnte ich aufhören. Natürlich wäre es aber noch schöner gewesen, wenn wir mit einem Sieg nach Hause hätten fahren können.

Der Einstieg ist geschafft. Wird dies den Hype um Sie beruhigen?

Vielleicht, oder ich habe die Messlatte zu hoch gelegt. (lacht)

Die wäre noch höher, wenn der Pfosten nicht zweimal im Weg gestanden wäre.

So gesehen ist es sicher gut, dass ich noch nicht alles Pulver verschossen habe. (lacht wieder) Ich weiss nicht, wann ich zuletzt in einem Spiel zweimal den Pfosten getroffen habe. Deshalb habe ich mich vor allem beim zweiten Pfostenschuss aufgeregt, dass wieder wenige Zentimeter gefehlt haben. Ich hoffe, dass in den nächsten Spielen der eine oder andere Ball ins Tor geht.

Sie pflegen vor den Spielen jeweils mit Ihrem Vater zu telefonieren. Er sagte, die Stimmung sei diesmal anders gewesen. Wie anders?

Ich glaube, meine Eltern waren nervöser, und von dem her ist klar, dass für sie die Stimmung eine andere gewesen ist. Ich habe versucht, möglichst viel Routine vor dem Spiel beizubehalten. Wir tauschen uns meistens vor den Spielen aus, sprechen dabei aber auch über andere Dinge, und das tut mir gut.

Ihr Vater sagt, dass der Hype um Ihre Person in der Ostschweiz zuletzt enorm war. Ist der erste Druck nun abgefallen?

Druck hatte ich in meiner Karriere immer. Ich habe aber auch immer betont, dass ich versuche, der Mannschaft zu helfen, Gas zu geben, und bis jetzt war es dann meist so, dass die Leute zufrieden waren. Die Emotionen waren speziell. Umso mehr freue ich mich nun auf das erste Heimspiel.

Das bestimmt noch spezieller sein wird, oder?

Wir hatten in Vaduz schon fast ein Heimspiel, und ich habe es wahnsinnig genossen. Aber wir müssen uns nun einigermassen normal auf die nächste Woche vorbereiten und schauen, dass der Hype nicht zu gross wird. Gegen Lausanne wollen wir drei Punkte, egal wie. Das ist unsere Aufgabe für die nächste Woche.

Costanzo trifft wieder gegen St. Gallen

Moreno Costanzo trifft rettet Vaduz gegen St. Gallen einen Punkt. Es war bereits der 5. Treffer in Folge gegen die Ostschweizer. (Video: 20 Minuten)

St. Gallen-Schreck Moreno Costanzo. (Video: 20 Minuten)

St. Gallen kommt gegen Vaduz nur zu einem 1:1

«Ich weiss gar nicht was ich sagen soll», sagt Albian Ajeti nach dem 1:1 in Vaduz. Der Vaduz-Fluch geht für den FCSG weiter. (Video: 20 Minuten)

Der Vaduz-Fluch geht weiter. Albian Ajeti: «Ich weiss gar nicht, was ich dazu sagen soll». (Video: 20 Minuten)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.