Aktualisiert 03.11.2009 08:45

Roger Federer«Ich habe eine unglaubliche Technik»

Während der sechswöchigen Turnierpause konnte sich Roger Federer viel Zeit nehmen, um an seiner «unglaublichen Technik» zu feilen. Gegen den Erstrundengegner Rochus beim Davidoff Swiss Indoors in Basel war diese dann auch zu sehen. Gemeint hatte Roger Federer aber eine andere Technik, die im Windelnwechseln.

von
P. Reich & P. Toggweiler, Basel

Noch bevor Federer auf dem Center Court von Basel zum ersten Mal gefordert wurde, erhielt der Titelverteidiger von Roger Brennwald ein besonderes Geschenk. Für jeden seiner drei Turniersiege überreichte der Turnierdirektor dem Aushängeschild der Swiss Indoors eine kleine Replika des Siegerpokals. «Bislang hatte ich in meinem Trophy-Raum nichts, das an meine Basel-Siege erinnerte. Nun ist das anders und es ist eine besondere Ehre für mich», erklärte Federer an der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Dank gutem Aufschlag weiter

Im anschliessenden Match wurden Federer dann keine Geschenke mehr gemacht. Rochus, der auf dem schnellen Platz schon zwei Begegnungen hinter sich hatte, machte es ihm zu Beginn nicht gerade leicht. «Er war von der Grundlinie der bessere Spieler. Aber ich bin aggressiv geblieben. Das hat sich ausbezahlt. Dank meinem Service bin ich dann auch relativ locker durchgekommen», analysierte die Weltnummer 1.

Federer, der mit dem Druck und den hohen Erwartungen keine Probleme hatte, war mit dem gelungenen Start gegen Rochus auch mehr als zufrieden - vor allem hinsichtlich der gemeinsamen Juniorenzeit: «Damals war Rochus besser als ich, viel besser», erinnerte sich Federer. «Aber ich war schlau und habe dann mit ihm zusammen Doppel gespielt.» Und das sehr erfolgreich: 1998 gewannen die beiden zusammen das Junioren-Turnier von Wimbledon.

Ein Champ auch am Wickeltisch

Die längere Turnierpause hat der Weltnummer 1 offensichtlich gut getan. Zeit fürs Training, Zeit auch für die Familie. Denn auch im Sparing mit seinen beiden Zwillingstöchterchen Myla und Charlene verfügt der Schweizer Ausnahmekönner nach eigenen Angaben - ohne sich dabei allerdings ein Grinsen verkneifen zu können - über eine «unglaubliche Technik». Dies die Antwort, als das weltweite Interesse an Federers Aktivitäten am Wickeltisch angesprochen wurden. «Ich kann dazu sagen, was ich will, es landet auf der Titelseite. Irgendwie scheint das die Leute zu interessieren», wundert sich der Star. Dabei macht er mit seiner Aussage selber viele junge Mütter und Väter neugierig: Wie wohl seine Technik aussieht? Wir tippen einmal auf «unnachahmlich». Wie im Tennis eben.

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