Aktualisiert 20.01.2016 16:07

Granit Xhaka

«Ich habe einen Traum – die Premier League»

Wohin des Weges, Granit Xhaka? Auf die Insel soll es dereinst gehen. Aber noch nicht jetzt. «Alles Spekulationen», sagt Granit Xhaka.

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Die Karriere von Granit XhakaIn seiner ersten Saison mit Arsenal gewinnt Granit Xhaka (M.) den FA-Cup.

Die Karriere von Granit XhakaIn seiner ersten Saison mit Arsenal gewinnt Granit Xhaka (M.) den FA-Cup.

AP/Matt Dunham
Der Mittelfeldstratege verschiesst an der EM 2016 in Frankreich den entscheidenden Penalty. Die Nati scheitert im Achtelfinal an Polen.

Der Mittelfeldstratege verschiesst an der EM 2016 in Frankreich den entscheidenden Penalty. Die Nati scheitert im Achtelfinal an Polen.

AP/Laurent Cipriani
Lange wird spekuliert, am 25. Mai 2016 herrscht endlich Gewissheit: Granit Xhaka zieht es wie erwartet zu Arsenal. Der Mitteldspieler kostet die Gunners rund 47 Millionen Euro.

Lange wird spekuliert, am 25. Mai 2016 herrscht endlich Gewissheit: Granit Xhaka zieht es wie erwartet zu Arsenal. Der Mitteldspieler kostet die Gunners rund 47 Millionen Euro.

Am Wochenende geht es in der Bundesliga wieder rund. Und mit Gladbach gegen Dortmund beginnt die Rückrunde mit einem Leckerbissen. Der bleibt Granit Xhaka vergönnt. Aufgrund einer Sperre müssen die Fohlen bis zum 14. Februar und insgesamt drei Meisterschaftsspiele auf ihren Captain verzichten.

In einem ausführlichen Interview mit der Zeitschrift Torfabrik hat sich der Schweizer Nationalspieler zu diversen Themen geäussert. Wir fassen zusammen:

Über die Wechselgerüchte:

«Davon weiss ich nichts. (45-Millionen-Angebot aus England, Anm. d. Red.). Ich lese natürlich die Sachen und kriege vieles mit, aber das sind Spekulationen. Sie interessieren mich nicht. Wenn was kommen würde oder der Verein was hat, dann können wir uns hinsetzen. Aber da gibt es aktuell nichts. Es ehrt mich eigentlich, dass es vielleicht doch Clubs gibt, die Interesse haben und über mich nachdenken. Das spricht für meine Leistungen in den letzten Jahren. Das war es aber auch. Wie gesagt, ich habe noch einen Vertrag bis 2019, fühle mich wohl, bin glücklich. Das ist der Stand.»

Der Traum von der Premier League:

«Ich habe einen Kindheitstraum, das ist die Premier League. Egal ob ich eine Sekunde oder hundert Spiele in England mache, ich würde gerne irgendwann diesen Kindheitstraum in Erfüllung gehen lassen. Ich bin ein Mensch, der gerne mal ein Risiko eingeht. Es ist mittlerweile meine vierte Saison hier. Die Bundesliga ist eine der stärksten Ligen der Welt und wer sich da behauptet, der kann auch woanders spielen.»

Die Familie entscheidet mit

«Ich würde auf alles verzichten, denn so eine Entscheidung hat nicht nur mit mir zu tun, sondern auch mit meiner Familie. Wenn sie sich nicht wohl fühlen, wenn sie bei mir sind, dann bringt mir das Geld alles nichts. Wenn ich diesen Schritt mal machen sollte, dann nicht bloss wegen des Geldes, sondern für meine Entwicklung und meine Karriere. Wenn ich nur aufs Geld geschaut hätte, wäre ich nicht von Basel nach Gladbach gekommen. Es waren damals schon englische Mannschaften da.»

Die Rote Karte gegen Darmstadt

«Ich weiss, dass ich da so nicht reagieren darf. Ich bin 23, es ist passiert, ich kann das leider nicht mehr rückgängig machen. Aber in Zukunft werde ich das nicht mehr machen. Es war falsch von mir – und ich werde daraus lernen. Es kann nicht sein, dass ich durch solche Sachen mein Spiel und Gesicht verliere, den Verein kaputtmache und die Mannschaft im Stich lasse. Das darf nicht passieren.»

Die gegnerischen Provokationen

«Dieses ganze Gerede auf dem Platz, dieser Trash-Talk, das ist Kindergarten. Das Problem ist einfach dieses Nachtreten, da nochmal einen Ellenbogen mitgeben oder sogar anspucken. Das sind Sachen, die nichts mit Fussball zu tun haben. Als ich mit gerissenen Bändern gespielt habe, war es extrem. Die wissen das, und da kommen zwei, drei Schläge extra auf den Fuss. Da ist es schwierig, ruhig zu bleiben. Es ist ja nicht so, dass ich ein Roboter bin.»

Über seine bisherigen Trainer als Profi:

«Ich hatte bisher drei Clubtrainer, die alle ein bisschen verschieden waren. André Schubert ist ähnlich wie Thorsten Fink – einer, der viel näher an der Mannschaft ist. Thorsten Fink war eher so wie ein Kumpel, hat viel geredet, auf dem Platz mal einen Spruch gemacht, mitgespielt. Favre war ein zurückhaltender Trainer, ein Fussballfreak im positiven Sinne. Und Hitzfeld ist ein Gentleman. Punkt. Aus. Von allen Typen kann man profitieren. In meinen jungen Jahren habe ich von diesen Menschen viel gelernt.»

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