Aktualisiert 12.05.2020 14:29

Dominique lässts spriessen

«Ich habe meine Achselhaare noch nie gesehen»

Model und Moderatorin Dominique Rinderknecht plant eine spezielle Insta-Challenge: Sie ruft Frauen auf, einen Monat lang aufs Stutzen der Achselhaare zu verzichten.

von
Katja Fischer
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Dominique Rinderknecht hat ein letztes Mal ihre Achselhaare rasiert. Jetzt lässt sie es unter ihren Armen einen Monat lang spriessen.

Dominique Rinderknecht hat ein letztes Mal ihre Achselhaare rasiert. Jetzt lässt sie es unter ihren Armen einen Monat lang spriessen.

Mit der Instagram-Aktion will sie Gender-Normen aufbrechen.

Mit der Instagram-Aktion will sie Gender-Normen aufbrechen.

Instagram
Unter dem Hashtag #GenderEqualityChallenge ruft sie andere Frauen auf, es ihr gleichzutun.

Unter dem Hashtag #GenderEqualityChallenge ruft sie andere Frauen auf, es ihr gleichzutun.

Instagram

Darum gehts

  • Dominique Rinderknecht will Gender-Normen hinterfragen.
  • Ab Mittwoch rasiert sie einen Monat lang ihre Achselhaare nicht.
  • Sie begleitet die Aktion auf Instagram und fordert Frauen auf, unter #GenderEqualityChallenge mitzumachen.

Hast du dir jemals überlegt, deine Achselhaare einfach mal stehen zu lassen? Eben. Die allerwenigsten haben das – also die allerwenigsten Frauen: Denn während sich ein Mann aktiv für oder gegen Haarwuchs unter den Armen entscheidet, stutzt sie die Frau einfach. Ein Leben lang. Weil mans hierzulande halt so macht.

Dominique Rinderknecht (30) hat sich das kürzlich überlegt. Und festgestellt: «Hey, ich hab meine Achselhaare ja noch nie in meinem Leben gesehen.» Jetzt will sie erstmals Bekanntschaft mit ihnen machen: Unter dem Hashtag #GenderEqualityChallenge ruft die Zürcher Moderatorin ihre Followerinnen auf, ihre Haare unter den Armen mal für einen Monat nicht zu rasieren. Und geht selbst mit gutem Beispiel voran.

Tamy macht mit

«Dabei geht es mir gar nicht um die Achselhaare an sich», erklärt Dominique 20 Minuten. «Das Thema selbst ist ja auch nicht neu. Viel mehr gehts darum, Gender-Normen bewusst zu hinterfragen.» Und eben aufzubrechen. «Ich will mir nicht aufzwingen lassen, wie ich als Frau auszusehen habe. Wenn ich mich rasiere, dann nur, weil ich das so will», stellt sie klar.

Am Dienstag hat Dominique zum letzten Mal die Klinge bei sich angesetzt. Jetzt will sie ihre Stoppeln einen Monat lang spriessen lassen und auf Insta regelmässig Updates geben. Sie hofft auf möglichst viele Mit-Grower. Freundin Tamy Glauser (35) jedenfalls ist dabei. «Sie findet die Aktion cool.»

«Ich verstelle mich nicht mehr»

Seit Dominique mit dem Topmodel in einer Beziehung ist, habe sich ihr Bewusstsein für Gleichberechtigungsthemen noch verstärkt. Und ebenso ihr Selbstbewusstsein. «Als ich mich öffentlich zu Tamy bekannte, war das ein grosser Schritt», erinnert sich Dominique, die vorher mit einem Mann liiert war. Durch ihr Outing 2016 habe sie zwar einige Jobs verloren, «aber mich auch ganz bewusst dazu entschieden, mich nicht mehr zu verstellen, um den Leuten zu gefallen».

Dazu gehören eben auch Beauty-Themen. Während die ehemalige Miss Schweiz früher künstliche Fingernägel hatte und selten ungeschminkt das Haus verliess, setzt Dominique heute auf mehr Natürlichkeit. «Ich bin viel selbstsicherer geworden und überzeugt, dass nicht zählt, was man trägt, sondern wie mans trägt.»

Trotzdem: Auch sie erwischte sich immer wieder dabei, in Gender-Fallen zu tappen. Zum Beispiel in Sachen Achselhaare. «Mit meiner Insta-Aktion kann ich hoffentlich einen kleinen Beitrag in Richtung Selbstbestimmung leisten.»

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