30.10.2016 20:30

Benedict Cumberbatch«Ich habe meine arroganten Momente»

Benedict Cumberbatch, der «Sherlock»-Star mit dem Reptiliengesicht, wagt als Doctor Strange den Sprung ins Superhelden-Business.

von
C. Steiner
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Seine Hände sind sein Kapital. Als Neurochirurg Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) sie sich in einem schweren Autounfall zerbröselt, sucht er verzweifelt nach einem Mittel, die zerstörten Nerven wieder zusammenzusetzen – und so wieder die volle Kontrolle über seine Grabscher zu erhalten.

Seine Hände sind sein Kapital. Als Neurochirurg Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) sie sich in einem schweren Autounfall zerbröselt, sucht er verzweifelt nach einem Mittel, die zerstörten Nerven wieder zusammenzusetzen – und so wieder die volle Kontrolle über seine Grabscher zu erhalten.

Marvel Studios/Walt Disney
Kollegin und Liebhaberin Christine Palmer (Rachel McAdams) versucht, für ihn da zu sein. Doch der egoistische Arzt behandelt sie schlecht, wie alle Menschen um ihn herum.

Kollegin und Liebhaberin Christine Palmer (Rachel McAdams) versucht, für ihn da zu sein. Doch der egoistische Arzt behandelt sie schlecht, wie alle Menschen um ihn herum.

Marvel Studios/Walt Disney
Als er von einem Wunderheiler im Himalaya erfährt, macht sich Strange dorthin auf und trifft auf die Ancient One (Tilda Swinton) und ihren Schüler Karl Mordo (Chiwetel Ejiofor). Mordo lässt sich von der Ancient One in Magie unterweisen, traut ihr aber nicht über den Weg.

Als er von einem Wunderheiler im Himalaya erfährt, macht sich Strange dorthin auf und trifft auf die Ancient One (Tilda Swinton) und ihren Schüler Karl Mordo (Chiwetel Ejiofor). Mordo lässt sich von der Ancient One in Magie unterweisen, traut ihr aber nicht über den Weg.

Marvel Studios/Walt Disney

Sie verbrachten nach der Schule ein Jahr in einem tibetischen Kloster. Was haben Sie dort gelernt?

Vor allem das Meditieren. Das mache ich seither. Mit dieser Rolle schloss sich der Kreis, denn die Botschaft des Film ist, dass wir mit unserem Verstand die Realität gestalten können. Man kann sich einen Moment konzentrieren und aus sich heraustreten.

Wie machen Sie das genau?

Es kann bei der Gartenarbeit sein, beim Spielen mit einem Kind oder während man für seinen Kaffee ansteht. Es braucht keinen Tempel dafür. Danach fühlt man sich besser, und es macht einen normalerweise zu einem besseren Menschen.

Sie haben sich mit Power-Yoga für den Film fit gemacht. Ging der Sport in ihre tägliche Routine über?

Mit dem Yoga habe ich meine Bauchmuskulatur für die Stunts trainiert. Aber wir machten noch viel mehr. Kung-Fu etwa für die Kampfszenen. Alle fragen immer: War es hart? Aber das Gegenteil ist der Fall, es macht Spass. Vor allem, weil die besten Leute der Welt einem sie Sachen beibringen. Aber nein, leider habe ich nicht jeden Tag Zeit dafür. Das wäre toll.

Doctor Strange ist ziemlich arrogant. Wie sieht es bei Ihnen aus?

Ich bin da zu nah dran, sie sollten meine Frau oder meine besten Freunde fragen. Ich habe sicher meine Momente. Man muss als Schauspieler eine gewisse Selbstbeherrschung haben. Aber wenn man eine kreative Entscheidung am Set verteidigen muss, kann man als Künstler definitiv manchmal arrogant rüberkommen. Ich habe allerdings genug Leute in meinem Leben, die mich davon abhalten, abzuheben.

Vor «Doctor Strange» spielten Sie Hamlet auf der Bühne. Ist es schwierig, zwischen diesen Welten zu wechseln?

Ja, und genau das macht es interessant. Als ich mich auf den Film vorbereitete, spielte ich abends Hamlet. Und ich war gerade Vater geworden. Da war natürlich meine Frau der wahre Superheld von uns beiden. Es war eine verrückte Zeit in meinem Leben und ich brauchte viel Energie, um das durchzustehen. Aber gerade diese Abwechslung hat mich beflügelt.

Wie hat das Vatersein Ihr Leben verändert?

Ich will nicht viel darüber verraten, weil es sehr privat ist. Es ist eines der tiefgründigsten Dinge, die man erleben kann. Kinder in seinem Leben zu haben ist eine wunderschöne Sache. Ich kann mich sehr glücklich schätzen.

Welche Superkraft hätten Sie gern?

Ich würde gern wie Doctor Strange ein Portal in eine andere Dimension öffnen können. Schnell reisen, ohne Flughafenkontrollen. Einfach sofort zuhause zu sein. Das wäre mein Wunsch.

«Doctor Strange» läuft jetzt im Kino.

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