Bluttat in Nendaz VS: «Ich habe meine Frau getötet, weil sie nervte»
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Bluttat in Nendaz VS«Ich habe meine Frau getötet, weil sie nervte»

Ein 68-Jähriger hat im Wallis seine Frau erschossen. Einem Bekannten nannte der depressive Mann den Grund für die Bluttat.

von
qll
In Baar VS erschoss der 68-Jährige seine Ehefrau.

In Baar VS erschoss der 68-Jährige seine Ehefrau.

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Ein 68-jähriger Mann hat am Montag in Baar in der Gemeinde Nendaz VS seine um drei Jahre jüngere Frau getötet. Die Polizei nahm den Täter in Untersuchungshaft. Er soll seine Frau mit einer Schusswaffe getötet haben. Ein Nachbar, der das Paar seit der Kindheit kennt, hat am Dienstagmorgen den mutmasslichen Täter nach dem tödlichen Vorfall noch einmal im Spital in Sitten getroffen.

«Ich habe draussen geraucht. Dann sah ich ihn aus einem Raum heraustreten, wo man die Blutentnahmen macht. Ich dachte an eine Krankheit», erzählt der Mann «Le Matin». «Er war jedoch von zwei Polizisten umgeben. Er kam auf mich zu, schüttelte meine Hand und fragte mich, ob es mir gut gehe. Und da sagte er mir mit einer unglaublichen Gelassenheit: ‹Ich habe meine Frau getötet, weil sie mir auf die Nerven ging›.»

«Er war depressiv»

Er habe zuerst gedacht, dass es sich dabei um einen Scherz handele und der Täter sich über ihn lustig machen wolle. «Er machte aber den Eindruck, als ob er bereit sei, ins Gefängnis zu gehen. Wie ein Versuch des sozialen Selbstmords. Zu diesem Zeitpunkt ging es ihm nicht gut. Er war depressiv. Ich habe ihn nie aufgebracht gesehen. Es war eher so, dass die Provokationen von ihr ausgingen. Er sagte nie etwas. Er ist nicht gesprächig», erzählt der Nachbar.

Mit dem mutmasslichen Täter hatte die Getötete zwei erwachsene Kinder – einen Sohn und eine Tochter – und zwei Enkelkinder. Eine Nachbarin erzählt 20 minutes: «Maria war eine nette Dame mit einem grossen Herzen und viel Mut.» Sie habe sich fast täglich mit ihr unterhalten. «Ihr Mann aber verliess die Wohnung kaum.»

Die Walliser Staatsanwaltschaft hält sich mit Informationen zu dem Fall zurück. Unklar ist, woher die Schusswaffe stammt, die der Mann verwendete.

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