Shakira: «Ich habe meine Makel akzeptiert»

Aktualisiert

Shakira«Ich habe meine Makel akzeptiert»

Shakira setzt mit ihrem neuen Album «She Wolf» auf Clubsounds mit orientalischer Würze. Im Interview mit 20 Minuten verriet sie, warum sie jetzt auf böse Werwölfin macht.

von
Christina Duss

Shakira, die Leute werden sich zu Ihrer neuen Platte die Füsse wundtanzen!

Shakira: Aah, so soll es sein! Das ist das Allerwichtigste. Die Leute sollen Spass haben.

Ihre Songs sind pumpender als früher. Ändern Sie jetzt den Bauchtanz-Stil?

Ich versuche, mich anders zu bewegen, ja. Ich habe zwar nur einen Körper, zwei Arme und zwei Beine, aber damit kannst du tausend Dinge ausdrücken.

Im Video zur ersten Single «She Wolf» spielen Sie eine Werwölfin. Steckt ein wildes Tier in Ihnen?

Klar. Ich glaube, jede von uns hat einen Teil in sich, den sie lieber vor der Welt versteckt. Den traue ich mich jetzt endlich auch auf der Bühne zu zeigen. Im ­Video drücke ich mich freier aus als sonst. Ich zeige zum ersten Mal meine Beine …schräg, oder?

Stimmt. Sonst sieht man ja immer nur Ihren Bauch. Und jetzt tanzen und singen Sie ziemlich nackt …

Ich dachte mir: Ach Shakira, deine Beine sind ja voll okay. Sie sind zu kurz, aber sie bringen dich überall hin.

Wie bitte? Superfrau Shakira hat Komplexe?

Mit zwanzig war ich gehemmt. Jetzt habe ich vieles akzeptiert. Die Makel und die Vorzüge, das ganze Paket.

Aber was mögen Sie denn nicht an sich?

Vieles! Ich verrate aber nichts!

Mehr zu Shakira am Freitag in 20 Minuten Friday.

Das neue Album von Shakira ist eine leise Enttäuschung: Während sie sich bis anhin mit ihren grossen Hits immer auch musikalisch weiterent­wickelt hat, wirkt sie auf «She Wolf» zum ersten Mal ziemlich uninspiriert. Dies liegt wohl zum grossen Teil an der Produktion der Neptunes. Pharrell und Co. haben seit Jahren den Zenit überschritten – und hinken auch hier der Zeit hinterher. Shakira-Fans dürfen sich aber trotzdem auf typische Shakira-Dance-Hits freuen – doch die ganz grossen Kracher fehlen.

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