Mein Horrordate - «Ich habe meinem Date das Sofa vollgeblutet»
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Mein Horrordate«Ich habe meinem Date das Sofa vollgeblutet»

Jana* (25) bekommt bei ihrem Date mit Matthias (27) überraschend ihre Periode – auf seinem neuen Sofa.

von
Meret Steiger
Jana* (25) hat Panik: Sie hat einen Blutfleck auf dem Sofa ihres Schwarms hinterlassen.

Jana* (25) hat Panik: Sie hat einen Blutfleck auf dem Sofa ihres Schwarms hinterlassen.

Illu: Anna Deér

Darum gehts

  • Jana* (25) kennt Matthias* (27) aus dem Sportverein und hat schon lange ein Auge auf ihn geworfen.

  • Beim ersten Date hofft Jana auf gutes Essen, gute Gespräche – und vielleicht ein bisschen mehr.

  • Am späteren Abend fällt der 25-Jährigen plötzlich auf, dass sie ihre Periode zu früh bekommen hat.

  • Matthias aber reagiert vorbildlich auf den Blutfleck auf seinem Sofa.

«Obwohl mein Horrordate jetzt schon fast zwei Jahre her ist, möchte ich beim Gedanken daran immer noch im Boden versinken. Es war furchtbar. Es war mein erstes Date mit Matthias, den ich aus einem Sportverein kenne. Wir hatten bisher aber kaum miteinander gesprochen, sondern uns davor immer nur verstohlene Blicke zugeworfen.

Irgendwann habe ich mir ein Herz gefasst und ihn gefragt, ob er mal etwas Trinken gehen möchte. Wir stehen beide nicht so auf Bars und Clubs, deswegen war schnell klar, dass wir uns bei ihm Zuhause zum Znacht und Bier treffen würden. Ich habe mich mega gefreut, dass er ja gesagt hat!

«Mein Timing war super – dachte ich»

Am Tag des Dates habe ich mir ewig lange das perfekte Outfit ausgesucht. Am Ende sind es Stoffhosen und eine Bluse geworden – und natürlich hübsche Unterwäsche, weil ich schon ein bisschen gehofft habe, dass Matthias die vielleicht sogar noch am selben Abend sehen würde. Alles war perfekt, mein Timing super: Meine Periode sollte erst in drei Tagen beginnen. Dachte ich jedenfalls.

Meine Bauchschmerzen habe ich auf die Nervosität geschoben und stand pünktlich um 19 Uhr vor Matthias’ Wohnung. Wir haben gegessen, es war grossartig, Matthias kocht nämlich super. Danach haben wir uns bei ihm auf sein neues Sofa gesetzt, das er mir ganz stolz präsentiert hat.

«Als ich wieder aufgestanden bin, hat mich fast der Schlag getroffen»

Es war mega schön: Wir sind die nächsten drei Stunden einfach dagesessen und haben über Gott und die Welt geredet, über unsere Zukunftspläne und andere wichtige Dinge. Es war so vertraut! Alles war toll, bis Matthias aufgestanden ist, um zur Toilette zu gehen und ich eine neue Flasche Wein aus der Küche holen wollte.

Bei meiner Rückkehr zum Sofa hat mich fast der Schlag getroffen: An meinem Platz auf dem neuen Sofa hatte es einen ziemlich grossen roten Fleck. SHIT. Nervös habe ich sofort meine Unterwäsche gecheckt und – ihr ahnt es sicher – ich habe meine Periode zu früh bekommen. Ich habe mich so geschämt, ich war kurz vor einer Panikattacke.

«Ich habe mir noch überlegt, ob ich behaupten soll, es sei Wein»

Ich war wirklich ein bisschen hysterisch. Wegputzen war auf dem hellen Stoff sowieso keine Option. Kurz habe ich mir überlegt, ob ich behaupten soll, es sei ein Weinfleck – aber dann ist mir eingefallen, dass die Reinigung bei Wein und Blut wohl eher verschieden ist und ich wollte das Problem auch nicht schlimmer machen. In diesem Moment höre ich das Wasser im Badezimmer und Matthias kommt zurück.

Er hat mir sofort angesehen, dass irgendwas nicht stimmt. Und ich habe mich so geschämt, ich habe einfach sofort angefangen zu weinen und nur auf den Fleck gedeutet. Ich dachte, Matthias wird hässig und das war es dann mit unserem Date.

«Matthias hat absolut perfekt reagiert»

Aber nein: Matthias hat absolut perfekt reagiert. Erst hat er mich in den Arm genommen, mich getröstet und mir versichert, dass das kein Grund zum Weinen ist. Dann hat er mich gefragt, ob ich duschen will und ist in der Zwischenzeit beim Kiosk um die Ecke Tampons holen gegangen. Ja, ihr habt das richtig gelesen. Von sich aus. Danach habe ich von ihm saubere Kleidung bekommen und wir haben die Nacht kuschelnd in seinem Bett verbracht.

Wir beide waren danach etwas mehr als ein Jahr zusammen und ich bin ihm bis heute dankbar, wie er diesen schrecklichen Moment gehandhabt hat.

*Name geändert.

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