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Bligg«Ich habe mich eingeigelt»

Er hat schon einen ziemlichen Weg zurückgelegt: Bligg spricht in einem neuen Interview über seine schwierigen Anfänge und seine Vaterrolle.

von
fim
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Der Zürcher Rapper Bligg hat in einem neuen Interview über sein Leben als Vater gesprochen. Er sei wieder häufiger unter Menschen, sagt der 39-Jährige. Weil er ständig angesprochen wurde, habe er sich vorher regelrecht «eingeigelt».

Der Zürcher Rapper Bligg hat in einem neuen Interview über sein Leben als Vater gesprochen. Er sei wieder häufiger unter Menschen, sagt der 39-Jährige. Weil er ständig angesprochen wurde, habe er sich vorher regelrecht «eingeigelt».

Instagram bligg_blizo
Über seine Karriereanfänge sagt Bligg gegenüber der «Coopzeitung»: «Es war fast schon ein Boykott. Die Radiostationen sagten uns, eure Musik spielen wir nicht, dieses Mundart-Rap-Zeug interessiert kein Schwein.»

Über seine Karriereanfänge sagt Bligg gegenüber der «Coopzeitung»: «Es war fast schon ein Boykott. Die Radiostationen sagten uns, eure Musik spielen wir nicht, dieses Mundart-Rap-Zeug interessiert kein Schwein.»

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Mittlerweile ist Bligg längst einer der erfolgreichsten Mundart-Acts. Einer seiner grössten Hits, «Rosalie», kommt bei seinem Papa allerdings nicht gut an. «Er mag den Song gar nicht.»

Mittlerweile ist Bligg längst einer der erfolgreichsten Mundart-Acts. Einer seiner grössten Hits, «Rosalie», kommt bei seinem Papa allerdings nicht gut an. «Er mag den Song gar nicht.»

Instagram bligg_blizo

Man kann es sich kaum mehr vorstellen, dass in den Schweizer Radios Songs von Bligg abgewiesen wurden. Doch genau so war es, als er Anfang der 2000er mit Mundart-Rap anfing.

Er und seine Genre-Kumpels Stress und Gimma seien regelrecht boykottiert worden, sagt Bligg im Interview mit der «Coopzeitung». «Zu dieser Zeit waren die üblichen Verdächtigen wie Züri-West, Patent Ochsner oder Gölä dick im Geschäft. Es war fast schon ein Boykott. Die Radiostationen sagten uns, eure Musik spielen wir nicht, dieses Mundart-Rap-Zeug interessiert kein Schwein.»

«Mein Vater mag ‹Rosalie› gar nicht»

Inzwischen hat Bligg längst Schweizer Pop-Geschichte geschrieben, mehrfach Platin geholt für seine Alben, seine Tourneen sind ausverkauft. Einer seiner grössten Hits bleibt bis heute die 2008er-Auskopplung «Rosalie». Als es darum ging, eine Vorabsingle für das Album 0816 zu bestimmen, spielte er den Song auch seinem Vater vor.

«Mein Vater mag ‹Rosalie› gar nicht», erzählt Bligg. Der Song sei dem Rock-Fan zu lüpfig. Papa Bliggensdorfer war überzeugt, dass die Nummer ein Flop werden würde. «Er hat sich getäuscht.»

«Ich habe mich eingeigelt»

Auf die Frage, was sich in seinem Leben am stärksten verändert habe, seit er im Mai 2015 selbst Vater geworden ist, gibt Bligg eine überraschende Antwort: «Ich bin wieder mehr unter Menschen. Es gab eine Zeit, da wollte ich nicht mehr jeden Tag auf der Strasse erkannt werden – ich habe mich eingeigelt.»

Inzwischen bewegt er sich mit Söhnchen Lio wieder freier in der Öffentlichkeit – und sei durchaus stolz darauf, wenn er auf der Strasse oder in der Badi nach Autogrammen gefragt werde. Bei aller Offenheit: Über seinen Beziehungsstatus schweigt sich Bligg aus. Seit längerer Zeit kursieren Gerüchte, er und Tiziana, die Mutter seines Sohnes, hätten sich getrennt.

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