Aktualisiert 26.06.2017 09:40

Roger Federer

«Ich habe mich selbst überrascht»

Roger Federer spricht über seinen Sieg in Halle und erklärt, weshalb es kein Vorteil ist, in der Wimbledon-Setzliste zu den Top-4 zu gehören.

von
nlu
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Neunter Titelgewinn: Roger Federer lässt dem deutschen Jungstar Alexander Zverev im Final des Gerry Weber Open nicht den Hauch einer Chance und stemmt zum neunten Mal den Pokal in die Höhe. (25. Juni 2017)

Neunter Titelgewinn: Roger Federer lässt dem deutschen Jungstar Alexander Zverev im Final des Gerry Weber Open nicht den Hauch einer Chance und stemmt zum neunten Mal den Pokal in die Höhe. (25. Juni 2017)

AFP/Carmen Jaspersen
Nettes Schwätzchen bei der Siegerehrung – das tschechische Model Eva Herzigova und der Gewinner aus dem Baselbiet scheinen sich gut zu verstehen.

Nettes Schwätzchen bei der Siegerehrung – das tschechische Model Eva Herzigova und der Gewinner aus dem Baselbiet scheinen sich gut zu verstehen.

Keystone/Tyler Larkin
In unwiderstehlicher Manier: Die Formkurve des Rasenkönigs zeigt eine Woche vor Wimbledon steil nach oben. Federer dominiert seinen Finalgegner phasenweise nach Belieben und zeigt eine absolute Glanzleistung.

In unwiderstehlicher Manier: Die Formkurve des Rasenkönigs zeigt eine Woche vor Wimbledon steil nach oben. Federer dominiert seinen Finalgegner phasenweise nach Belieben und zeigt eine absolute Glanzleistung.

kein Anbieter/Lars Baron/Getty Images

Roger Federer, war das heute das beste Spiel in 15 Jahren Halle oder können Sie sich an ein besseres erinnern? Ich hatte mal einen guten Final gegen Mardy Fish. Ich glaube, es war ein 6:3, 6:0 oder 6:0, 6:3 (6:0, 6:3 im Final 2004 - die Red.) und ging auch ganz schnell. Natürlich war es heute auch ein bisschen überraschend für mich, dass alles so einfach ging. Aber ich glaube, ich war mental wie auch körperlich bereit und vielleicht einen Tick frischer als er, weil er noch Doppel gespielt hat in dieser Woche. Ich war auch taktisch sehr gut eingestellt, traf kaum schlechte Entscheidungen. Es hat alles funktioniert. Von dem her war es sicher eines meiner besten Spiele hier überhaupt.

Sind Sie selber überrascht darüber, wie gut es in dieser Woche lief? Eigentlich schon. Ich hatte ein schwieriges Los und hatte nach Stuttgart das Gefühl, wieder kleinere Brötchen backen zu müssen. Ich musste aufpassen, nicht wieder früh zu verlieren. Ich war vor allem erleichtert, dass ich die ersten zwei Runden überstanden habe. Man hat dann im dritten Spiel gegen Florian Mayer gesehen, dass ich viel entspannter war und alles ein bisschen einfacher ging. Dass ich das beste Spiel zum Schluss bringen konnte, ist natürlich umso schöner. Dank der vielen Spiele kann ich in der Woche bis Wimbledon nun etwas mehr pausieren statt zu trainieren und das Selbstvertrauen bleibt erhalten.

Ein schöner Nebeneffekt ist, dass sie nun in Wimbledon in der Setzliste zu den Top 4 gehören. Ich glaube nicht, dass das in irgendeiner Form etwas ausmacht. Früher auf einen Topspieler zu treffen hat Vor- und Nachteile. Wenn du das Turnier gewinnen willst, musst du die Besten ohnehin schlagen.

Sie holten 2016 Ivan Ljubicic ins Trainerteam. Wie viel trägt er zu den jüngsten Erfolgen bei? Er hat natürlich seinen Beitrag geleistet. Jeder hat seinen Platz im Team. Es war ein harter Start für uns, weil ich mich gleich zu Beginn der Zusammenarbeit verletzt habe. Wir haben dann viel geredet, und das hat uns zusammengeschweisst. Mir gefällt seine Art, wie er ist - während der Spiele, auf dem Platz, im Training. Auch sonst ist er ein guter Freund von mir. (nlu/sda)

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