Aktualisiert

Gerard Piqué«Ich habe nichts gegen Federer, im Gegenteil»

Weil der Schweizer beim neuen Davis-Cup fehlt, kann sich dessen Erfinder Gerard Piqué eine kleine Stichelei nicht verkneifen.

von
Simon Graf
Madrid
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Barça-Verteidiger Gerard Piqué ist mit seiner Kosmos-Gruppe der Chef des Davis-Cups und hat in diesem Jahr das Format reformiert. Statt in K.-o.-Runden auf einen Final zweier Teams hinzuspielen, wird neu ein Finalturnier ausgetragen.

Barça-Verteidiger Gerard Piqué ist mit seiner Kosmos-Gruppe der Chef des Davis-Cups und hat in diesem Jahr das Format reformiert. Statt in K.-o.-Runden auf einen Final zweier Teams hinzuspielen, wird neu ein Finalturnier ausgetragen.

Getty Images/Nurphoto
Ausgetragen wird das Finalturnier in diesem Jahr im Tennisstadion Caja Magica in Madrid. Gerard Piqué sagt aber, dass der Event nicht in Spanien bleiben soll. «Der Davis-Cup gehört den Landesverbänden, deshalb muss er reisen: nach Asien, Nordamerika, Südamerika.»

Ausgetragen wird das Finalturnier in diesem Jahr im Tennisstadion Caja Magica in Madrid. Gerard Piqué sagt aber, dass der Event nicht in Spanien bleiben soll. «Der Davis-Cup gehört den Landesverbänden, deshalb muss er reisen: nach Asien, Nordamerika, Südamerika.»

AP/Manu Fernandez
Der Davis-Cup blickt auf eine 119-jährige Geschichte zurück – und genauso legendär wie das Format ist die Trophäe. Gemeinhin wird der Pokal «als hässlichste Salatschüssel der Welt» bezeichnet.

Der Davis-Cup blickt auf eine 119-jährige Geschichte zurück – und genauso legendär wie das Format ist die Trophäe. Gemeinhin wird der Pokal «als hässlichste Salatschüssel der Welt» bezeichnet.

Getty Images/David Aliaga/mb Media

Gerard Piqué pendelt in dieser Woche täglich zwischen Barcelona und Madrid. Vormittags trainiert er mit dem FC Barcelona, dann fliegt er im Privatjet in die Hauptstadt zum neu geschaffenen Davis-Cup-Finalturnier seiner Kosmos-Gruppe. Eine anstrengende Woche, doch im Interview mit dem «Tages-Anzeiger» sagt er: «Ich mag es, beschäftigt zu sein. In Projekte involviert zu sein, an die ich glaube. Aber natürlich ist mein Hauptjob immer noch Fussball zu spielen. Wir haben am Samstag ein Spiel, und das müssen wir gewinnen.»

Gewinnen möchte der 32-Jährige auch die Sympathien für den von ihm revolutionierten Team-Wettbewerb. Die Stadien waren bisher meist halbleer, am Dienstag beim ersten Auftritt der Spanier kam erstmals richtig Stimmung auf. «Wir wussten, dass das erste Jahr schwierig sein würde», sagt Piqué. «Es braucht Zeit, den Leuten das neue Format zu vermitteln.» Seine Vision ist, mit dem Finalturnier immer wieder an unterschiedliche Orte zu gehen: «Der Davis-Cup gehört den Landesverbänden, deshalb muss er reisen: nach Asien, Nordamerika, Südamerika.»

Mehrfach mit dem Agenten gesprochen

Der grosse Abwesende in Madrid ist Roger Federer. Piqué hätte ihn gern dabeigehabt: «Ich traf mich ein paarmal mit seinem Agenten (Tony Godsick) und hatte das Gefühl, die Beziehung sei gut. Ich habe nichts gegen Federer, im Gegenteil. Er ist eines meiner Idole.» Eine kleine Stichelei kann er sich aber nicht verkneifen: «Vielleicht sehen Federer und Godsick den Davis-Cup als Konkurrenten zu ihrem Laver-Cup. Das sehe ich nicht so. Der Davis-Cup hat eine 119-jährige Geschichte, der Laver-Cup ist eine grossartige Exhibition, die es seit drei Jahren gibt.»

Das grosse Interview mit Gerard Piqué gibt es auf tagesanzeiger.ch (kostenpflichtig).

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