Aktualisiert 19.08.2009 18:25

OL-WM Tagebuch«Ich habe noch Appetit auf mehr»

Gleich nach dem Aufstehen ging ich kurz joggen – ich wollte die Wunde austesten, die mir Team-Arzt Peter Züst am Montag nach der Langdistanz-Quali mit drei Stichen hatte nähen müssen.

von
Daniel Hubmann

Es schmerzte nicht, also alles okay, und ich konnte mich beruhigt dem Frühstück widmen. Nach dem Transfer ins Wettkampfgebiet war ich fast zwei Stunden in der Quarantäne-Zone. So nennt sich der abgeschottete Bereich, in dem auch die spät startenden Athleten keine Informationen von Leuten bekommen können, die ihren Einsatz hinter sich haben. Nach dem Einlaufen fühlte ich mich so richtig bereit. Der Einstieg gelang gut, ich hatte alles im Griff. Ab und zu investierte ich etwas Zeit, aber das lohnte sich: Bis ins Ziel machte ich keinen Fehler. Im Zieleinlauf hörte ich, dass ich eine Medaille gewinnen werde – ich freute mich riesig. Dass es «nur» Silber gab, war für mich kein Problem: Denn mit einem nahezu perfekten Lauf nur von «Mitteldistanz-­König» Thierry Gueorgiou geschlagen zu werden, kann ich gut wegstecken.

Daniel Hubmann (26) wurde 2008 Weltmeister und holte sich schon 3 x Sprint-Silber (2005, 2006, 2008) und 2 x Bronze in der Staffel (2005, 2008).

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