Richard Gere: «Ich habe viele Freunde hier in der Schweiz»

Aktualisiert

Richard Gere«Ich habe viele Freunde hier in der Schweiz»

Ein Massenauflauf von Fans begrüsste am Sonntagabend, den 23. September, Richard Gere am Zurich Film Festival. Der Schauspieler war hin und weg und genoss die Aufmerksamkeit.

von
Isabelle Riederer

Kurz vor 20 Uhr betrat Richard Gere am Sonntag, den 23. September, den grünen Teppich des Zurich Film Festivals. Hunderte von Fans säumten die Strasse rund um das Kino Corso. Der Schauspieler zeigte sich völlig überwältigt. «Ich dachte immer die Schweizer wären so ruhig, aber das ist der Wahnsinn», so Gere und liess sich von den Zuschauern feiern. Der 63-jährige Star aus «Pretty Woman» war sichtlich gut gelaunt, schrieb fleissig Autogramme und liess sich fotografieren. Grund für den hohen Besuch aus Hollywood, war die Präsentation seinen neuen Thrillers Arbitrage und die Auszeichnung mit dem Gold Icon Award.

Herr Gere, Sie wurden am ZFF mit dem Gold Icon Award ausgezeichnet, was bedeutet das für sie?

Richard Gere: Es ist sehr nett und sehr grosszügig, dass das ZFF an mich denkt. Es ist ein wunderbarer Zuspruch für mich und meine Arbeit. Ich freue mich, dass ich diesen Award hier bekomme. Ich liebe die Schweiz.

Und was lieben Sie so?

Die Schweiz hat eine starke Demokratie und ist sehr offen gegenüber anderen Religionen. Ich war schon drei- oder viermal in Zürich, ich komme immer wieder gerne hierher.

Es gibt hier eine grosse tibetische Gemeinschaft.

Ja, und als gläubiger Buddhist finde ich das grossartig. Ich habe viele Bekannte hier. Meine tibetischen Freunde fühlen sich hier wie Zuhause – und das nicht nur wegen den hohen Bergen (lacht). Das bedeutet mir sehr viel.

Sprechen wir über Ihren neuen Film «Arbitrage»: Sie spielen einen Hedge-Fonds-Manager, den man trotz seines unmoralischen Handelns charmant findet.

Ich liebe es, wenn die Leute aus dem Kino kommen und sich dafür hassen, dass sie Robert Miller mögen. Er ist ein Mensch wie jeder andere auch, der auch mal eine schlechte Entscheidung trifft.

Trafen sie auch schon eine schlechte Entscheidung?Oh ja, aber welche genau, das erzähle ich nicht (grinst).

Susan Sarandon ist begeistert von Zürich

Gut gelaunt zeigte sich am Sonntagabend auch Superstar Susan Sarandon am Zurich Film Festival. Die Schauspielerin war ebenfalls wie Richard Gere in der Limmatstadt, um den Film «Arbitrage» vorzustellen. Und offenbar auch, um ihren Vorratsschrank aufzufüllen. «Ich war am Samstag Schokolade einkaufen für die nächsten zwei Jahre», erzählte Sarandon im Interview mit 20 Minuten und lacht. «Mein Sohn und ich waren bei Sprüngli und ich wollte eigentlich noch eine heisse Schokolade trinken, aber da war so viel los. Die Schweizer sind ja ganz verrückt nach Schokolade.»

Doch nicht nur die süsse Versuchung begeisterte die US-Amerikanerin, auch das ZFF hat es ihr angetan. «Ich bin zum ersten Mal hier und ich bin ganz begeistert von der Filmauswahl des ZFF», so Sarandon und weiter: Das Lustige ist, nebst ‹Arbitrage› läuft noch der Film ‹Robot and Frank›, in dem ich mitspiele.»

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