02.10.2019 19:33

Unverständnis«Ich hätte die Murmeli sofort übernommen»

Dass auf der Klewenalp sieben Murmeli erschossen wurden, gibt dem Inhaber von Toni's Zoo zu denken. Er kann die Entscheidung nicht verstehen.

von
Daniela Gigor
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Sieben Murmeltiere lebten in einem Gehege, das von der Klewenalp-Bahn als Touristenattraktion betrieben wurde. Im Bild ist eines davon im Gehege zu sehen.

Sieben Murmeltiere lebten in einem Gehege, das von der Klewenalp-Bahn als Touristenattraktion betrieben wurde. Im Bild ist eines davon im Gehege zu sehen.

Tierschutzverein Nidwalden
Die Sanierung hätte sich die Klewenalp-Bahn nicht leisten können: «Ein neues Gehege hätte gegen 250'000 Franken gekostet, das Fünffache des Jahresgewinns 2018/19 der Bahn», zitiert die «Luzerner Zeitung» Paul Odermatt, Leiter Betrieb und Technik der Bahn.

Die Sanierung hätte sich die Klewenalp-Bahn nicht leisten können: «Ein neues Gehege hätte gegen 250'000 Franken gekostet, das Fünffache des Jahresgewinns 2018/19 der Bahn», zitiert die «Luzerner Zeitung» Paul Odermatt, Leiter Betrieb und Technik der Bahn.

Keystone/urs Flueeler
Deshalb hat die Bahn den Wildhüter damit beauftragt, die sieben Tiere – vier im Juli geborene Murmeltiere, die beiden Eltern und auch den Murmeltier-Grossvater – abzuschiessen. Im Bild zu sehen sind die Klewenalp-Murmeltiere beim Fressen.

Deshalb hat die Bahn den Wildhüter damit beauftragt, die sieben Tiere – vier im Juli geborene Murmeltiere, die beiden Eltern und auch den Murmeltier-Grossvater – abzuschiessen. Im Bild zu sehen sind die Klewenalp-Murmeltiere beim Fressen.

Tierschutzverein Nidwalden

«Ich hätte sie sofort aufgenommen, weil ich Murmeli sehr interessante Tiere finde», sagt Toni Röösli, Besitzer von Toni's Zoo in Rothenburg. Damit meint er die sieben Murmeltiere, die auf der Klewenalp als Touristenattraktion in einem Gehege lebten.

Weil die Tierschutzvorschriften nicht erfüllt wurden und dies einer Besucherin auffiel, erhielt die Betreiberin der Klewenalp-Bahn Auflagen von Seiten des Veterinäramts. So hätte etwa das Gehege vergrössert werden müssen.

Mehrere Absagen

Diese Sanierung hätte sich die Klewenalp-Bahn aber nicht leisten können. «Ein neues Gehege hätte gegen 250'000 Franken gekostet, das Fünffache des Jahresgewinns 2018/19 der Bahn», zitiert die «Luzerner Zeitung» Paul Odermatt, Leiter Betrieb und Technik der Bahn. Man habe zuerst nach einem neuen Zuhause für die Tiere gesucht, aber überall habe es geheissen, man könne sie diesen Herbst nicht aufnehmen.

Offenbar hat man nicht bei Toni Röösli angefragt. Sein Interesse begründet dieser damit, dass er die Tiere gerne beobachte: «Murmeltiere begutachten aufmerksam ihre ganze Umgebung, mit ihnen kann man eine vertrauensvolle Beziehung aufbauen», so Röösli. Er könne nicht verstehen, dass die Tiere zum Abschuss freigegeben wurden.

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