Christoph Blocher: «Ich hatte auch ein Burnout»
Aktualisiert

Christoph Blocher«Ich hatte auch ein Burnout»

Während SVP-Nationalrätin Natalie Rickli sich von einer Erschöpfung erholt, ist in Bundesbern die Polemik um die Auslastung der Parlamentarier losgegangen. Ricklis Parteikollege redet nun ebenfalls über das Thema.

von
aeg

Die Debatte um die Belastung der Schweizer Parlamentarier ist nach der überraschenden Burnout-Diagnose bei SVP-Nationalrätin Natalie Rickli in vollem Gange. Die Mehrheit der Ratsmitglieder ist neben dem Politik-Mandat noch in einem Beruf tätig. Dieser Effort fordert offenbar ihren Tribut.

Dass es auch Politiker trifft, von denen man es nicht erwartet hätte, zeigt das Geständnis von SVP-Nationalrat Christoph Blocher im Talk Täglich von Tele Züri. «Ich hatte auch einmal ein Burnout. Nach dem EWR-Kampf war ich so erschöpft, dass ich eine Pause brauchte. Da sagte ich: ‹Jetzt gehe ich drei Wochen in eine Jagdhütte und erhole mich.›»

Erschöpfung treffe vor allem die Jungen

Dies hat offenbar geholfen - danach sei er wieder fit gewesen. Für seine Parteikollegin Rickli hatte Blocher im TV-Interview tröstende Worte und hofft für sie dasselbe. «Das kann jedem passieren, andere arbeiten weniger und bekommen auch ein Burnout. Sie ist erschöpft, muss jetzt erst einmal aussetzen und wird dann wieder kommen.»

Verantwortlich für die Erschöpfung der Politiker ist für Blocher die mediale Überbelastung. «Ich sehe das im Parlament. Jeder hat einen Bildschirm vor sich, sie schauen vom Morgen bis am Abend Nachrichten.» Die Erschöpfung treffe darum vor allem die jungen Politiker. Für Rickli sei wichtig, dass sie für eine Zeit aus diesen Netzen rauskomme. «Ich hoffe sie (Rickli) setzt wirklich aus.»

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